Der Gemeinderat hat in seiner jüngst Sitzung über den Haushaltsplan und die Haushaltssatzung für das Jahr 2021 beraten. Alexander Bücheler, Leiter des Fachbereichs Steuern der Stadt Sigmaringen, berichtete zu den vorläufigen Ergebnissen der Jahre 2019 und 2020 und stellte Haushaltssatzung und Haushaltsplan 2021 vor. „Wir veranschlagen pessimistisch“, meinte Bücheler, trotzdem wird für die beiden vergangenen Jahre aus seiner Sicht mit einem positiven Haushaltsergebnis zu rechnen sein. So wurde beispielsweise aufgrund der guten Wirtschaftslage 2018 die Planungen für die Gewerbesteuer im Jahr 2019 übertroffen. Im Jahr 2020 machte sich bei den Gewerbesteuer-Einnahmen schon die Pandemie bemerkbar. Ein Teil der Mindereinnahmen wurde aber vom Land Baden-Württemberg kompensiert. Beuron musste in beiden Jahren keine neuen Schulden aufnehmen.

Alexander Bücheler, Leiter des Fachbereichs Steuern der Stadt Sigmaringen, stellte Haushaltssatzung und Haushaltsplan für 2021 vor.
Alexander Bücheler, Leiter des Fachbereichs Steuern der Stadt Sigmaringen, stellte Haushaltssatzung und Haushaltsplan für 2021 vor. | Bild: Heinrich Sturm

Mit weniger Einnahme aus der Gewerbesteuer geplant

Für das Haushaltsjahr 2021 plant die Gemeinde bereits mit weniger Einnahmen aus der Gewerbesteuer. Voraussichtlich werden aber alle anderen Einnahmen weitgehend stabil bleiben. Bis Ende 2021 will Beurons Bürgermeister Raphael Osmakowski-Miller in der gesamten Gemeinde Breitband verlegt haben. „Dann wird Beuron die einzige Flächengemeinde in Baden-Württemberg sein, die komplett mit Glasfaser versorgt ist“, meint der ehrenamtliche Rathauschef. Dafür sind im Haushalt rund 2 Millionen Euro veranschlagt. Ein weiteres wichtiges Projekt der Gemeinde wird die Beteiligung am Kindergartenneubau der katholischen Kirchengemeinde sein. Dort ist eine Investition von rund 350 000 Euro geplant. Auch ein Kleinlaster für den Bauhof angeschafft und die EDV der Gemeinde erneuert werden. Um den Eigenanteil für alle geplanten Investitionen leisten zu können, wird sich die Gemeinde in diesem Jahr mit 150 000 Euro verschulden.

Das könnte Sie auch interessieren

Haushaltssatzung und Haushaltsplan wurden im Gemeinderat einstimmig verabschiedet. „Wir haben einen sehr disziplinierten Haushalt„, kommentierte Osmakowski-Miller am Ende. „Ich halte nichts von einem Gießkannenprinzip, bei dem jeder ein bisschen was kriegt.“