Es gibt in der Gesamtgemeinde Beuron genügend Vorschulkinder im Alter zwischen zwei und sechs Jahren, um den Katholischen St.-Nikolaus-Kindergarten in Hausen im Tal in den nächsten zwei Jahren zu füllen. Das ergibt sich aus der aktuellen Kindergartenplanung, die Kämmerin Elisabeth Weigele den Mitgliedern des Gemeinderates jüngst vorstellte. Außerdem begrüßte die Verwaltungsmitarbeiterin den Umstand, dass bei der Kirchengemeinde als Bauherrin des neuen Kindergartengebäudes alle Genehmigungen vorlägen.

Politische Gemeinde wird sich beteiligen

Die Kämmerin geht davon aus, dass noch im Herbst mit den Ausschreibungen begonnen werden kann. Weigele rechnet damit, wie sie im SÜDKURIER-Gespräch sagte, dass im Laufe des kommenden Jahres mit den Bauarbeiten begonnen werden kann. Für den Neubau gegenüber dem Pfarrhaus neben der Kirche sei ausschließlich die Pfarrgemeinde zuständig. Weigele: „Die politische Gemeinde wird sich an den Kosten beteiligen. Allerdings müssen zuerst die Ausschreibungsergebnisse vorliegen, um Angaben über die exakte Höhe der kommunalen Beteiligung machen zu können.“

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Gegenwärtig besuchen dreizehn Jungen und Mädchen die Vorschuleinrichtung im ehemaligen Schulhaus der Gemeinde. Seit April, beziehungsweise seit der Wiedereröffnung Mitte Mai, steht die Einrichtung auch für Kleinkinder vom zweiten Lebensjahr an offen. Bislang hat ein Elternpaar von dieser Möglichkeit Gebrauch gemacht. Weil die Kleinkinder unter drei Jahren einen erhöhten Betreuungsaufwand erfordern, werden für jedes U-3-Kind zwei Plätze berechnet. Deshalb weist die Statistik im Moment 14 Kinder aus. Ausgelegt ist das Kinderhaus für 25 Vorschüler, wobei wie erwähnt jedes Kleinkind zwei Plätze beansprucht. Die 1,93 Personalstellen werden von einer haupt- und zwei teilzeitbeschäftigten Erzieherinnen ausgefüllt.

Keine Nachwuchprobleme die kommenden zwei Jahre

Die Statistik für die kommenden zwei Jahre zeigt, dass es für den dörflichen Kindergarten keine Nachwuchsprobleme geben wird, obwohl Kinder aus Thiergarten und der Klostergemeinde Beuron von den Eltern eher in Gutenstein, Bärenthal oder Fridingen angemeldet werden. Weigele: „Im Kindergartenjahr 20/21 erhöht sich die Zahl der Vorschulkinder in der Gesamtgemeinde auf 21, davon wohnen 17 in Hausen. Das Kindergartenjahr 21/22 startet mit 16 Jungen und Mädchen aus Hausen und weiteren vier Kindern aus den anderen Ortsteilen.“

Rund 61 000 Euro Abmangel jährlich

Das Kinderhaus ist zwar eine kirchliche Einrichtung, die politische Gemeinde Beuron ist allerdings an den Betriebskosten und dem jährlichen Defizit beteiligt. Die Höhe des Zuschussbedarfs ergibt sich, wie Weigele erläuterte, aus der Höhe der Finanzausgleichsmittel (FAG) des Landes. Der FAG-Zuschuss wiederum ergibt sich aus der Zahl der im Vorjahr tatsächlich betreuten Kinder. 2018 und 2019 musste die Gemeinde 31 000 Euro und weitere 61 000 Euro als Abmangel bezahlen. Dazu kommen noch Ausgleichszahlungen für jene Vorschulkinder aus Beuron, die nicht im Kindergarten Hausen, sondern in einer der Nachbargemeinden betreut werden. Das waren 2019 fast 12 000 Euro.