Die Galerie Werner Wohlhüter in Thalheim eröffnet am Sonntag, 12. Dezember, von 11 bis 16 Uhr, die Ausstellung mit Arbeiten des Bildhauers Gert Riel, welchen sie seit 1994 vertritt. Die Ausstellung läuft bis zum 23. Januar unter dem Titel „Kohl, Stahl Aluminium“. Aufgrund der Pandemie ist eine Vernissage mit Ansprache nicht möglich, stattdessen begleitet Gert Riel durch die Ausstellung, teilt die Galerie mit.

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Gert Riel, 1941 geboren in Prien am Chiemsee, studierte von 1964 bis 1968 Bildhauerei an der Staatlichen Akademie der Bildenden Künste Stuttgart. Seit 1968 sind seine Arbeiten in zahlreichen Gruppen- und Einzelausstellungen im In- und Ausland zu sehen. Dazu kam die Ausführung von Aufträgen für Kunst im öffentlichen Raum. Er unterrichtete an der Abteilung für Bildhauerei der Akademie Stuttgart. 1989 erhielt er den Erich-Heckel-Preis.

Werke aus 40 Jahren

Gezeigt werden in der Ausstellung Arbeiten aus verschiedenen Werkgruppen der vergangen 40 Jahre: Stahlarbeiten, Aluminium/Lackarbeiten und Kohlezeichnungen. Die Themen Veränderung, Flächenspannung, Raumzeichen und Spannungsfelder stehen bei dieser Ausstellung im Vordergrund.

Die Kohlezeichnungen auf Papier sind autonome Zeichen, die nur mittelbar auf das plastische Gestalten eingehen. Sie leben vom Spannungsfeld, das zwischen dem Weiß des Papiers und dem dichten Schwarz der aufgebrachten Flächen von Kohlestaub entsteht. Die Flächenspannungen (Lack auf Aluminium) setzen sich mit der Verbindung von Skulptur und Farbe auseinander. Durch die Art des Spannens der Aluminiumflächen, entstehen asymmetrische gerundete Volumina, die je nach Farbigkeit unterschiedlich stark in den Raum greifen. Wobei Hochglanzlacke ihre Umgebung widerspiegeln, Bewegungen aufnehmen und dadurch deren Präsenz deutlich machen. Im Gegensatz dazu stehen Mattlacke mit der Eigenschaft, Licht aufzusaugen. Bei den zuletzt entstandenen Arbeiten – neuerdings wieder eine Hinwendung zum Material Stahl werden blauschwarze Industriestahlbleche bearbeitet, deren Oberflächenstrukturen, so wie sie vom Walzwerk kommen, bewusst mit eingesetzt werden.