Beuron – Mit Sorgfalt im Detail und dem notwendigen Vorstellungsvermögen, wie Wohnmobilbesitzer die Regelungen verstehen und auslegen könnten, ackerten sich die Räte durch die neun Paragrafen der neuen Wohnmobilstellplatzsatzung. Der Stellplatz soll als öffentliche Einrichtung von der Gemeinde betrieben werden. Diskussionspunkt war die Gebühr pro Stellplatz und Fahrzeug für 24 Stunden. Dem Verwaltungsvorschlag von sechs Euro setzten die Räte Rüdiger Bertsch und Klaus Bath unter dem Kopfnicken ihrer Kollegen ein Kostenfenster von acht bis zehn Euro entgegen. Damit liege Beuron zwar im oberen Preissegment, das sei aber angesichts des landschaftlichen Reizes gerechtfertigt. Schließlich einigten sich die Räte auf acht Euro für 24 Stunden. Ein weiterer Diskussionspunkt waren technische Einrichtungen und Bauten auf dem Klosterparkplatz, um sicherzustellen, dass Wohnmobile künftig ausschließlich auf dem dafür vorgesehenen Areal abgestellt werden und nicht die PKW-Parkflächen nutzen. "Das kostet uns erst einmal", wies Osmakowski-Miller den Vorschlag nach Höhenschranken zurück. Die Räte einigten sich darauf, die Zuweisung vorerst durch entsprechende Beschilderung zu versuchen. "Und wer kontrolliert das?", fragte Gemeinderat Pater Pirmin. Dabei hatte der Pater durchaus auch die Einhaltung der Gebühren im Sinn, die durch ein im Frontfenster auszulegendes Ticket nachgewiesen werden müssen. Der Bürgermeister verwies auf schon bisher erfolgende stichprobenartige Überprüfungen der Fahrzeuge. Ein zentraler Punkt, zu dem die Verwaltung in der Formulierung der Satzung noch nachbessern will, ist das grundsätzliche Verbot: "Das Abstellen und Übernachten in Wohnmobilen außerhalb dieses Wohmobilstellplatzes ist im Ortsteil Beuron nicht zulässig". Die Räte stimmten dem vorgelegten Satzungsentwurf ohne Gegenstimmen zu. Die Regelung wird mit ihrer Veröffentlichung rechtskräftig.