Die Vorbereitungen sind in der Endphase angelangt. Die Uhr tickt. Am kommenden Sonntag, 2. September, fällt pünktlich um 13.30 Uhr der Startschuss für die 19. Schwäbischen Highlandgames auf der Kreenheinstettener Dorfwiese. Rebecca Straub-Faschian vom Organisationsteam ist überzeugt: „Wenn das Wetter stimmt, werden wir wieder um die 3000 Zuschauer begrüßen dürfen.“

Elisabeth Gründig wieder einzige Frau im Feld

Wer jetzt noch aktiv mitmachen möchte, hat Pech und muss sich bis zum nächsten Jahr gedulden. Straub-Faschian bilanziert: „Bisher haben sich 16 Teams, also 32 starke und geschickte Männer und Frauen, angemeldet. Somit sind wir voll.“ Es bleibe zu hoffen, dass sich in den nächsten Tagen niemand verletze und alle wie geplant am Sonntag antreten können. Als bislang einzige Frau werde in diesem Jahr wieder die Aldingern Elisabeth Gründig an den Start gehen. Straub-Faschian: „Wie im Vorjahr bildet sie zusammen mit ihrem Ehemann ein Wettkampfteam.“

Lukas Majer, Mike Steidle, Michael Fecht und Fabian Steidle (von links) hatten am Samstag beim Beginn des Aufbaus für die Highlandgames alle Hände voll zu tun.
Lukas Majer, Mike Steidle, Michael Fecht und Fabian Steidle (von links) hatten am Samstag beim Beginn des Aufbaus für die Highlandgames alle Hände voll zu tun. | Bild: Steinmüller, Hermann-Peter

Am Samstag begannen auf dem Dorfanger die Aufbauarbeiten für den Parcours. Neun Männer und Frauen legten stundenlang Hand an, rammten Pfähle in den Boden, zersägten Holzteile, vermaßen Abstände, spannten Seile, diskutierten über Details. Zu diesen diskutierten Fragen gehörten beispielsweise die Entscheidungen, wo einzelne Wettbewerbsstationen so aufgebaut werden, dass sie von den Zuschauerrängen problemlos eingesehen werden können. Die Sprecherin: „Das machen wir im Team unter Leitung von meinem Mann Reiner Straub.“ Zu den Helfern gehörte auch schon die mögliche nächste Generation für den Fortbestand der Spiele: Mike Steidle und Lukas Majer. Die 13 und 15 Jahre alten Jungs legten kräftig Hand an. Selbst der sechs Jahre alte Max Hafner versuchte, sich nützlich zu machen. Er hatte immerhin ein großes Vorbild: Vater Ralf Hafner gehörte mit seiner Motorsäge mit zum Aufbauteam.

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Nicht mitfliegen: Sebastian Zepf (Dürbheim) beim Baumstammweitwurf.
Nicht mitfliegen: Sebastian Zepf (Dürbheim) beim Baumstammweitwurf. | Bild: Steinmüller, Hermann-Peter

In den 19 Jahren ihres Bestehens haben die Schwäbischen Highlandgames bereits einiges an Tradition entwickelt. Dazu gehört auch in diesem Jahr, dass die Teilnehmer, sie nennen sich bereits seit 1999 „Gladiatoren“, sieben Stationen absolvieren müssen. Von diesen sieben Bewährungsproben ist die siebte jeweils neu und wird bis zum Veranstaltungstermin geheim gehalten. Immerhin steht für dieses Jahr schon fest, dass sie wieder jede Menge Geschicklichkeit erfordern wird. Die anderen sechs Disziplinen sind das Stoiwuchte, das Traktorziehen, das Baumstammwerfen, der Highlander-Slalom, Highlander-Rutschbahn und natürlich das seit Jahren den Höhepunkt bildende Schlammpatscha. Dabei verliert derjenige Gladiator, der nach dem Zweikampf auf dem Balken ein Bad in der Schlammbrühe nehmen muss – zur allgemeinen Freude des Publikums.