Am ersten Weihnachtsfeiertag und am Sonntag, 5. Januar, gibt es erneute Angriffe auf die Lachmuskeln des Publikums. Die Landjugend (KLJB) Kreenheinstetten probt erneut ein Stück aus der Feder von Bernd Gombold. Im Theaterstück „Polnische Wirtschaft“ kommen die bewährten Talente der jungen Theatergruppe mit passender Rollenverteilung zur Geltung. Beate Volk unterstützt dabei als bewährte Regisseurin. Souffleusen sind Lara Geiger und erstmals Anne Weidle.

Eine Szene mit der schwerhörigen Tante Olga (Justine Kuhn) und Tante Stanislava (Pia Hermann) mit dem Arbeitsamtsbeamten Heinrich Haargenau (Jan-Philipp Gaa), im Hintergrund Souffleuse Lara Geiger.
Eine Szene mit der schwerhörigen Tante Olga (Justine Kuhn) und Tante Stanislava (Pia Hermann) mit dem Arbeitsamtsbeamten Heinrich Haargenau (Jan-Philipp Gaa), im Hintergrund Souffleuse Lara Geiger.

Zum Stück selbst: Der gutmütige Manfred Müller (Simion Blender) und seine Frau Monika (Lisa Barthel) betreiben eine kleine Autoreparaturwerkstatt. Trotz anständigem Bemühen schreibt der Betrieb rote Zahlen. Die Bank droht den Geldhahn zuzudrehen, Behörden verlangen Auflagen. Die Gemeinde möchte ausstehende Forderungen zwangsweise eintreiben. Kein Wunder, dass die Müllers verzweifelt sind. Da helfen auch die zwar gut gemeinten, aber nicht immer legalen Tipps ihres polnischen Schwarzarbeiters Kasimir (Simon Stier) nichts. Kasimir kann mit der deutschen Bürokratie gar nichts anfangen und versucht sie deshalb auszutricksen wo es nur geht. Dies bekommt auch Heinrich Haargenau (Jan Philipp Gaa), der äußerst dienstbeflissene Beamte des Arbeitsamtes zu spüren. Er fahndet immer wieder vergebens nach dem Schwarzarbeiter.

Mieterin ist Erfinderin

Die gutmütigen Müllers dulden auch noch zu allem Überfluss die Mieterin Malvine in ihrem Haus (Jenny Barthel), die sich selbst zwar für eine geniale Erfinderin hält, aber keine Miete zahlt und bei den Müllers wie „die Made im Speck“ lebt. Ihre Erfindungen sind lediglich Spinnereien, die weder funktionieren noch Ertrag bringen. Als der nur auf eigenen Vorteil bedachte Bankdirektor Doktor Peter Profitlich (Tim Schell) dem kleinen Werkstattbesitzer gerade finanziell den Garaus machen will, kommt eine neue verrückte Erfindung von Malvine gerade zur rechten Zeit um das Blatt zu wenden. Eine ihrer neuen „Erfindungen“ wird dem Bankdirektor als die geniale Erfindung des Werkstattbesitzers Manfred Müller präsentiert. Der technisch nicht sehr bewanderte Bankdirektor geht diesem Schwindel voll auf den Leim und will mit diesem Wunder der Technik gleich die Automobilbranche auf den Kopf stellen!

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Der Schwarzarbeiter Kasimir gibt sich in dieser verzwickten Situation als Direktor eines polnischen Automobilherstellers aus, der großes Interesse an der Erfindung zeigt. So steigt der gierige Bankdirektor in riskanten Aktiengeschäften ein. Als auch noch Kasimirs eigenwillige Tanten Stanislawa (Pia Hermann) und die schwerhörige Olga (Justine Kuhn) aus Polen auftauchen, um ihrem Neffen das Erbe zu übergeben, ist die Verwechslung und Verwirrung perfekt. Alles könnte so schön laufen, wäre da nicht die etwas naive Postbotin Paula (Sophia Weber), die unsterblich in Kasimir verliebt ist. Mit ihrer direkten und etwas tölpelhaften Art deckt sie den Schwindel unfreiwillig auf. Zum Glück wissen sich die Müllers mit einer List aus der Affäre zu ziehen.

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In die Rolle der arroganten und kaltblütig, ehrgeizigen Bürgermeisterin Sabine Kleinschmitt-Großhans schlüpft Annika Müller. Das neue Mitglied der Landjugend sagt, es mache ihr Spaß, diese Rolle zu spielen, obwohl sie selbst überhaupt nicht so sei. Auch Pia Hermann ist neu in der Truppe. Auch ihr macht es Spaß die Rolle der Tante Stanislawa mit einem ausländischen Akzent zu spielen, „viel lieber als Schwäbisch“, sagt sie.

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