Die Gugge Hoi ist ein beliebter Verein in Kreenheinstetten. 1981 offiziell gegründet ist die Gugge eine der Ältesten der Region. Die fünfte Jahreszeit wurde gut vorbereitet. Anfang Oktober beginnen bereits die Proben für die Saison. Wer da bereits 16 Jahre alt ist, kann aufgenommen werden.

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Mit 48 aktiven Mitgliedern kommt inzwischen eine stattliche Truppe auf die Bühne. Es sind etwa gleich viele Frauen und Männer engagiert dabei. Der Altersdurchschnitt liegt nach Angaben der Gugge bei etwa 26 Jahren. Mitmachen kann jeder, der Spaß an Guggenmusik hat. Auch räumlich sind keine Grenzen gesetzt. Derzeit sind einige Mitglieder aus Bichtlingen fest dabei.

Proben von Oktober bis zur Fasnet

Musikalische Voraussetzungen werden nicht erwartet. "Wir sind eine Fasnetmusik, spielen nicht nach Noten, haben aber den Anspruch, ordentlich und richtig zu spielen. Deshalb proben wir auch", sagt der musikalische Leiter Jonathan Bruder. Die regulären Proben von Oktober bis zur Fasnet sind einmal wöchentlich eineinhalb Stunden lang. Spaß ist da vorprogrammiert. Das neue Häs kommt laut den Guggenmusikern gut an. Es wird nun in der zweiten Saison getragen. Die Gugge begleitet die Waldgeisterzunft bei den Umzügen. Gugge-Treffen sind weitere Termine.

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Die Aktivitäten reichen über die Fasnet hinaus. Auch über das Jahr verteilt gibt es den einen oder andern Termin. Vor Weihnachten organisiert die Gugge seit Jahren die Waldweihnacht. Dazu kommen auch Gäste aus der weiteren Umgebung.

Bei der Waldweihnacht werden Spenden gesammelt

Bei durchaus besinnlicher Live-Musik von einer Abordnung der Gugge, Zopfbrot und heißen Getränken sind besonders die Kinder begeistert dabei. Kommt doch auch der Nikolaus und bringt Gaben für jedes Kind mit. Um das große Feuer lässt es sich gut unterhalten. Die Spenden, die gesammelt werden, kommen jeweils einem guten Zweck zugute. Dieses Mal ging die Spende an den Psychosozialen Förderkreis in Tuttlingen. Der von der Gugge aufgestockten Betrag von 450 Euro wurde der Geschäftsführerin Imke Brandes von einer Abordnung der Gugge am 17. Januar überreicht.

Vom Umzug bis zum Gugge-Treffen

Natürlich begleitet die Gugge die Umzüge der Waldgeister Kreenheinstetten. Außerdem ist die Truppe bei Guggenmusiktreffen gern gesehener Gast. Die Einladungen kommen meist bei gemeinsamen Veranstaltungen mit anderen Gruppen zustande. Man macht auch gerne Gegenbesuche bei anderen Gruppen. 2017 hatte die Gugge Hoi zum 35-jährigen Bestehen ein größeres Guggetreffen in Kreenheinstetten. Etwa alle fünf Jahre soll ein solches Treffen stattfinden.

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Die Gugge ist nach Angaben der Verantwortlichen gut in die Gemeinde integriert. Besonders deutlich wird das beim von der Gugge seit Jahren organisierten Bürgerball. Viele Vereine bieten einen Programmpunkt an. Besonders verwoben ist die Gugge mit den Waldgeistern und dem Musikverein. Sind doch viele Mitglieder auch "in der Musik".

Mit dem traditionellen Wecken geht es los

Am Schmotzige zieht eine Abordnung Jahr für Jahr für das traditionelle Wecken ab 4.61 Uhr durchs Dorf. Später wird der Kindergarten befreit. Am Freitag, 1. März, folgt ein Auftritt bei der Schlagerparty im Bürgerhaus. Am 2. März geht es nach Wald zum Umzug. Sonntag, 3. März, ist traditionell der Dorfumzug mit närrischem Treiben und Auftritten in der Halle.

Gugge veranstaltet auch das Funkenfeuer

Am Montag geht es nach Meßkirch zum Umzug der Katzenzunft. Am Dienstag ist Hemdglonkerumzug mit Verbrennen der Narrenfigur am Narrenbaum. Gespielt wird auch bei der Scheidung der Narreneltern. Die Gugge veranstaltet auch traditionell das Funkenfeuer am Sonntag nach Aschermittwoch. Live-Musik und heiße Würste begleiten diesen Fasnetsausklang.

Jonathan Bruder leitet die Gruppe musikalisch.
Jonathan Bruder leitet die Gruppe musikalisch. | Bild: Bernhard Strohmaier

Jonathan Bruder ist musikalischer Leiter der Gugge Hoi und spielt Posaune. Zur Gugge kam er aus Interesse an der lustigen Gruppe mit einem guten Gruppengefüge und Zusammenhalt. Der Schritt zum musikalischen Leiter kam durch Neugierde und Interesse an der Aufgabe. Nach über 20 Jahren gab Marco Glocker diese Aufgabe ab. "Nach einem gemeinsamen Übergangsjahr bin ich nun das zweite Jahr musikalischer Leiter. Besonders Spaß ist der Reiz dieser Aufgabe. Ich kann mitgestalten, welche Stücke wir spielen und in welche Richtung das musikalische Programm ausgerichtet wird. Die Herausforderung, das zu machen, ist für mich die größte Motivation. Es macht dann auch Spaß, wenn man einen guten Auftritt abliefert. Man hat zwar die Probearbeit zuvor, aber dann genießt man das auch gern mit der Truppe zusammen."

Thomas Studerus ist Vorsitzender der Gugge Hoi.
Thomas Studerus ist Vorsitzender der Gugge Hoi. | Bild: Bernhard Strohmaier

Thomas Studerus spielt Tempelblocks. Zu seiner Motivation für die Gugge sagt er: "Mich hat die Kollegialität in der Gruppe motiviert und man ist immer unterwegs." Im vierten Jahr betont Thomas Studerus als Vorsitzender begeistert: "Es macht immer noch Spaß. Mit dieser Truppe sowieso." Und: "Wir haben meist sechs bis sieben Aufritte pro Jahr mit dem Narrenverein und dann noch Gugge-Treffen. Wir sind für die Fasnet bestens gewappnet. Vom Wecken am Schmotzige bis Fasnachtsdienstag am Abend sind fast alle Tage belegt."

Lisa Barthel ist seit vier Jahren begeistert in der Gugge.
Lisa Barthel ist seit vier Jahren begeistert in der Gugge. | Bild: Bernhard Strohmaier

Lisa Barthel ist seit vier Jahren in der Gugge. Sie spielt dort Trompete. "Es ist spannend mit den Leuten unterwegs zu sein. Ich kam mit anderen zusammen in die Gugge." Die Mutter war damals noch dabei. Die Schwester ist in der Garde der Waldgeister aktiv. Barthel war früher im Musikverein, spielte dort ein anderes Instrument: Saxofon. Sie hat dort auch eine musikalische Ausbildung gemacht. Zurzeit ist Barthel noch in der Ausbildung. Anderen jungen Leuten kann sie die Gugge Hoi empfehlen: "Es macht Spaß, ist eine coole Gruppe, passt alles!"