Kurz vor dem Beginn des neuen Schuljahrs haben rund 60 Kinder aus der Region am Wochenende gezeigt, was sie in einer Woche alles gelernt haben. Sie standen im Ferienzirkus in Altheim in der Manege. Im Rahmen des Ferienprogramms der Gemeinde Leibertingen gab es den Ferienzirkus auch in diesem Jahr wieder als Angebot für die Kinder aus der Region.

Hoch über dem Boden des Zirkuszelts zu schweben, ist wohl der Traum vieler Mädchen.
Hoch über dem Boden des Zirkuszelts zu schweben, ist wohl der Traum vieler Mädchen. | Bild: Doris Eichkorn

Einige Teilnehmer kamen hierzu täglich sogar aus dem weiteren Umland, etwa der Gemeinde Sauldorf und auch aus der Gemeinde Wald, um bei diesem Zirkusprojekt mit dabei sein zu können. Die zwei Aufführungen waren am Freitagnachmittag um 15 Uhr und Samstag um 13.30 Uhr auf der Wiese hinter dem Bürgerhaus. Insgesamt 500 Besucher konnten die kleinen Akteure in den Zuschauerbereich des bunten Zirkuszelts locken. Da Applaus bekanntlich das Brot der Künstler ist, gab es davon auch an beiden Tagen genügend von den Großeltern, Eltern, Geschwistern, Freunden und Bekannten für die Kinder in der Manege.

Hangeln und schweben unter der Zirkuskuppel

Einfache Seiltricks, Clownerie und zahlreiche Akrobatikeinlagen förderten die schlummernden Talente eines manchen Kindes zutage. Hier flogen die Diabolos weit und hoch. Unter reichlich Applaus wechselten die Kinder sogar das laufende Diabolo von einer zur anderen Schnur, während sich die Akrobaten in der Manege hin- und herbewegten. Auf riesigen Bällen balancierend und unterstützt durch die Zirkuspädagogen stiegen zwei Kinder durch Hu­la-Hoop-Rei­fen, andere hangelten und schwebten in glitzernden Paillettenwesten am Trapez unter der Zirkuskuppel.

Schulküchenteam sorgt für Verpflegung

Hinter dieser Vorstellung steckte aber weit mehr, als nur der Wille der Kinder und der Obolus der Eltern für die Verpflegung. Täglich wurde von 9 Uhr bis 16 Uhr unter Anleitung der Zirkuspädagogen des Zirkus Zappzarap geübt. In den Pausen mussten die Kinder ebenso betreut und verpflegt werden, dies übernahm das Schulküchenteam der Wildensteinschule Leibertingen, welches das Essen täglich frisch zubereitete. Damit beispielsweise die Kinder vor Ort essen konnten, kam das Essen dann durch freiwillige Helfer nach Altheim und wurde dort ausgegeben.

Kopfüber sieht die Welt ganz anders aus. Viele Kinder gingen bis an ihre Grenzen und bewiesen, dass mit ihrer vorhandenen Beweglichkeit und ihrem Mut vieles möglich war.
Kopfüber sieht die Welt ganz anders aus. Viele Kinder gingen bis an ihre Grenzen und bewiesen, dass mit ihrer vorhandenen Beweglichkeit und ihrem Mut vieles möglich war. | Bild: Doris Eichkorn

"Vieles ist nur durch den immensen ehrenamtlichen Einsatz der Eltern und Freiwilligen aus der Gemeinde zu stemmen", sagt Gertrud Möhrle. Sie hat bereits zum fünften Mal dieses mittlerweile weit über die Gemeindegrenzen Leibertingens hinaus bekannte Projekt organisiert und täglich begleitet. Wochenlang muss alles geplant und vorbereitet werden. Da gibt es spontane Nachrücker und Krankheitsfälle, dort braucht man noch einen Fahrer und am Ende auch Helfer, um das kleine und doch für ein Projekt im Dorf durchaus große Zirkuszelt aufzubauen.

Spielerisch werden Sozialkompetenzen erweitert

Dass Kinder mit selbstgemachten Dingen durchaus zufrieden sein können, zeigt dieses Projekt. Sie lernen spielerisch ihre Sozialkompetenzen zu erweitern und freuten sich als Lohn auch über die alkoholfreien Cocktails der Juice Box, welche Julja Budameit und ihre Helfer gut gelaunt mixten.