Sollte demnächst das baden-württembergische Innenministerium einen neuen Dienstsitz suchen, käme die Burg Wildenstein in die engere Auswahl. Das jedenfalls meinte am Dienstag scherzhaft ein sichtlich gut gelaunter Thomas Strobl. Der Innenminister war zusammen mit zehn Kollegen aus der Stuttgarter CDU-Fraktion und zahlreichen Parteimitgliedern von Irndorf aus zum Wildenstein gewandert. Beim Hock der Christdemokraten im Burghof zeigte sich der Innenminister bei seinem ersten Besuch in der Festung von der Anlage und der Donautallandschaft begeistert. Strobl: "Die Burg ist schöner als mein bisheriges Ministerium."

Die Burg Wildenstein wurde jüngst für 5,4 Millionen Euro saniert.
Die Burg Wildenstein wurde jüngst für 5,4 Millionen Euro saniert. | Bild: Schäfer, Lukas

Landschaft imponiert den Ausflüglern

Fraktionschef Wolfgang Reinhart fand die Idee der beiden örtlichen Abgeordneten Klaus Burger (Sigmaringen) und Guido Wolf (Tuttlingen), die Burg Wildenstein als Ausflugsziel zu wählen, sehr gut. Auch ihm imponierte sowohl die Landschaft, als auch das alte und in jüngster Zeit mit einem Millionenaufwand sanierte Gemäuer der Festung. "Wir haben sonst zu unseren Jahreswanderungen zwischen 100 und 200 Mitwanderer", sagte Reinhart. Heute bestehe die Gruppe aus über 200 Personen.

Ein ganz besonderes Geburtstagsgeschenk war der Fraktionsausflug für die Waldshuter Abgeordnete Sabine Hartmann-Müller. Die Politikerin feierte den 56. Geburtstag zusammen mit ihrem Mann Reinhold Müller beim Vesper im Wildensteiner Burghof. Ihr Kommentar: "Ich bin von der ursprünglichen Landschaft und der Burg sehr beeindruckt." Es sei ihr erster Trip ins Donautal und auf die Burg. Weil sie erst seit vergangenem Oktober der CDU-Fraktion angehöre, sei es gleichzeitig ihre erste Fraktionswanderung: "Ich kann mir nichts Schöneres vorstellen, als so einen Geburtstag zu erleben."

Susanne Pacher, die Vorstandsvorsitzende des Jugendherbergswerks in Baden-Württemberg, erwähnte in der Begrüßung die für Sanierung der Burg aufgewendeten 5,4 Millionen Euro. Für Justiz- und Tourismusminister Guido Wolf war die Einladung zur Wanderung Teil des Donautal-Marketings.