„Ich habe gerne am Haus Beuron mitgearbeitet“, mit diesen Worten verabschiedete sich am Dienstagabend Bruder Burkhard Herrmann nach insgesamt 33 Jahren Mandatszeit aus dem Beuroner Gemeinderat. Gemeinsam mit ihm schied Feuerwehrkommandant Wolfgang Rack aus, der dem Ratsgremium seit 2014 angehörte. An ihrer Stelle rücken die am 26. Mai gewählten Neulinge Jürgen Burchardt und Claudia Aicher in das Gemeindeparlament nach.

Raphael Osmakowski-Miller (links) verabschiedete Wolfgang Rack und Bruder Burkhard Herrmann aus dem Beuroner Gemeinderat.
Raphael Osmakowski-Miller (links) verabschiedete Wolfgang Rack und Bruder Burkhard Herrmann aus dem Beuroner Gemeinderat. | Bild: Steinmüller, Hermann-Peter

Viele Investitionen stehen an

Bürgermeister Raphael Osmakowski-Miller nutzte die Verabschiedung der beiden bisherigen Gemeinderatsmitglieder zu einem kommunalpolitischen Rückblick. Zusätzlich sprach der ehrenamtliche Bürgermeister die bedeutendsten Projekte an, die kurz- und mittelfristig auf der Agenda stehen. In den kommenden Jahren werden in der Donautalgemeinde von Thiergarten bis zum Klosterdorf Beuron insgesamt 20 Millionen Euro investiert. Osmakowski-Miller zeigte sich erfreut, dass durch den Neubau des Wasserwerks der Hohenberg-Versorgungsgruppe im Weiler Talhof einige Arbeitsplätze geschaffen werden.

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Glasfasernetzausbau im Fokus der Gemeindeverwaltung

Wegen der kleinen Schlaffässer-Kolonie bei der historischen Holzbrücke musste der bisherige Spielplatz verschwinden. Der Rathauschef zeigte sich überzeugt, dass in den kommenden Jahren ein neuer Spielplatz in der Klostergemeinde eingerichtet werden kann. Erste Gespräche seien bereits geführt worden. Im Vordergrund der kommunalpolitischen Agenda steht für Verwaltung und Rat in den kommenden zwei Jahren der Ausbau des Glasfasernetzes, um schnelles Internet zu ermöglichen.

Ein weiterer Punkt ist die Schaffung eines Zughaltes in Hausen im Tal. In diesem Zusammenhang übte der Bürgermeister Kritik an der Bahn. Der Einstundentakt sei bereits für 2016 angekündigt gewesen. Für Hausen im Tal habe es in der Zwischenzeit sogar eine Verschlechterung gegeben, denn durch den neuen Zughalt in Mühlheim/Donau seien Halte gestrichen worden.

Renovierung des Rathauses langfristig geplant

Eher als langfristiges Ziel sieht das Ortsoberhaupt die Neugestaltung und Renovierung des Rathauses in Hausen im Tal. Ein Hauptaugenmerk werde bei den Arbeiten auf die behindertengerechte Gestaltung des lokalen Verwaltungssitzes gelegt. Konkrete Pläne gebe es noch nicht. Der Bürgermeister schlug vor, zunächst eine Vorplanung in Auftrag zu geben, die zeigen soll, was aus dem Haus überhaupt gemacht werden könnte.

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Bruder Burkhard Herrmann blickt auf 33 Mandatsjahre

Im Mittelpunkt der Würdigungen standen die 33 Mandatsjahre von Bruder Burkhard. Der über 80 Jahre alte Mönch hatte sich aus Altersgründen nicht mehr zur Wahl gestellt. Osmakowski-Miller zeigte sich von der ehrenamtlichen Leistung Burkhards beeindruckt und meinte: „Sie haben schon mit der Kommunalpolitik angefangen, als ich noch im Kindergarten war.“

Neuer Rat vereidigt

Bei der Vereidigung der neuen und alten Gemeinderäte appellierte der Rathauschef an das Selbstverständnis jedes Einzelnen. Osmakowski-Miller riet: „Sie sollten versuchen, an jede Sachfrage so neutral wie möglich heranzugehen, zum Wohle aller Bürger unserer Gemeinde.“

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