Der Ortsvorsteher spricht von einem großen Interesse. Der Ausbau des Nahwärmenetzes in Kreenheinstetten laufe nämlich besser als ursprünglich geplant. Guido Amann erzählt: "Im März hatten sich 48 Hausbesitzer für den Anschluss entschlossen. Inzwischen sind weitere 22 Immobilieneigentümer diesem Beispiel gefolgt." Aufgrund der starken Nachfrage dauerten die Arbeiten länger als geplant.

Arbeiten sollen im April 2019 abgeschlossen sein

Jörg Dürr-Pucher von der Firma Solarcomplex in Singen ist für die Planung und die Bauaufsicht des Kreenheinstettener Projekts verantwortlich. Er sagt zum Zeitplan: "Wir können ab November die ersten Gebäude mit Wärme versorgen. Danach sind jede Woche zwei bis drei weitere Anschlüsse vorgesehen." Mit der endgültigen Fertigstellung rechnet Dürr-Pucher im April. Er sagt, aus seiner Sicht sei es wünschenswert, dass auch Thalheim im nächsten Schritt ein Nahwärmenetz erhalte.

Arbeiten begannen im März

Die Leitungsarbeiten von der Heizzentrale beim Bäumle-Hof bis an den Dorfrand begannen im März. Im April erreichten die Arbeiten den Westen von Kreenheinstetten, wie der Ortsvorsteher zurückblickt. Gleichzeitig mit den Wärmenetzleitungen werden die Glasfaserrohre für die schnelle Datenleitung verlegt.

Vier Häuser zu weit vom Netzgebiet entfernt

Nicht jeder, der Nahwärme will, kann auch welche bekommen. Der Ortsvorsteher erklärt, warum das so ist: "Das Interesse ist größer, aber vier Häuser liegen zu weit vom Netzgebiet entfernt. Darum wäre der Anschluss zwar technisch machbar, wirtschaftlich aber nicht vertretbar." Insgesamt werden am Ende der Arbeiten ein gutes Drittel der Kreenheinstettener Gebäude an die Nahwärmeversorgung angeschlossen sein.

Warum entschlossen sich viele Interessenten erst nach Beginn der Arbeiten für den Verzicht auf die eigene Heizanlage im Keller und für den Anschluss an das Nahwärmenetz? Dazu weiß Amann auch keinen konkreten Grund: "Das ist ein Phänomen, das sich nicht leicht erklären lässt. Dieselbe Erfahrung haben wir vor Jahren in Leibertingen gemacht." Allerdings sei nicht so sehr die Zahl der angeschlossenen Häuser aussagekräftig. Amann erklärt: "Es kommt stärker darauf an, welche Wärmemenge die Bioenergie Leibertingen GmbH an ihre Kunden verkaufen kann."

Zwei Pufferspeicher für Warmwasser

Die Bioenergie Leibertingen baut auf dem Bäumle-Hof zwei Pufferspeicher für Warmwasser. Der Gemeinderat gab am Montag seine Zustimmung zu diesem Bauantrag. Dabei handelt es sich um Bauwerke mit einem Außendurchmesser von 4,80 Metern und einer Höhe von 9,20 Metern.