Julia Lutz

Die Wochenzeitung „Die Zeit“ berichtet, dass der Landmaschinenhersteller Claas gegen die durch die EU verhängten Ausfuhrbeschränkungen verstoße. Das Unternehmen hat seinen Sitz in Harsewinkel in Nordrhein-Westfalen, hat aber in Bad Saulgau ein großes Werk. „Der Zeit“ liegen nach eigenen Angaben interne Unterlagen des Konzerns aus Harsewinkel vor. Demnach plane Claas seit Monaten, Ausfuhrbeschränkungen zu umgehen, um im kommenden Jahr die Produktion in einem russischen Werk wieder aufzunehmen. Claas hatte die Zusammenarbeit nach Ausbruch des Krieges im März beendet.

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Claas weist Vorwurf zurück

Dafür sollten Bauteile für Motoren, Mähdrescher oder Strohhäcksler zu neuen Komponenten in Krasnodar zusammengesetzt werden, um die Embargo-Kontrollen zu passieren. Durch die Lieferung in Einzelteile bekämen sie eine andere Zolltarifnummer. Der Konzern bestreitet laut „Zeit“ alle Vorwürfe: „Alle unsere Ausfuhren nach Russland werden nach intensiver Prüfung der Fachabteilung und der zuständigen Ausfuhrzollstellen freigegeben. Wir weisen jedweden Vorwurf eines Verstoßes gegen Sanktionen und etwaiger Bestrebungen, solche Sanktionen zu umgehen, daher strikt zurück“, zitiert die „Zeit“ das Unternehmen, das ein großes Werk im Kreis Sigmaringen betreibt.