Die Infektionszahlen im Kreis Sigmaringen befinden sich auf erhöhtem Niveau. Zwar sank die 7-Tagesinzidenz von 162,8 Fällen pro 100 000 Einwohnern am 22. Dezember 2020 im Landkreis auf 80,2 am 25. Januar. Allerdings ist aktuell wieder ein leichter Anstieg auf 95,5 zu verzeichnen. Mit ursächlich hierfür ist das Infektionsgeschehen in der Landeserstaufnahmeeinrichtung (LEA) in Sigmaringen. In der LEA sind derzeit 36 Personen an Covid-19 erkrankt.

„Absonderungsdauer für enge Kontaktpersonen verlängert sich auf 14 Tage“

Von diesem Hotspot abgesehen, sind in den vergangenen Wochen alle Bevölkerungsgruppen von Infektionsfällen betroffen, nicht selten ganze Familien. Die neuen Virusvarianten wurden bislang im Landkreis Sigmaringen nicht nachgewiesen. Wird eine der offenbar ansteckenderen Varianten nachgewiesen, werden die Kontaktpersonen aktiv überwacht und die Absonderungsdauer für enge Kontaktpersonen verlängert sich auf 14 Tage.

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514 Personen in Pflegeheimen bislang geimpft

„Werden die Impfstofflieferungen eingehalten, rechnen wir damit, dass wir alle impfwilligen Bewohner, wie auch den impfwilligen Mitarbeitenden von Pflegeheimen bis spätestens Ende Februar ein Impfangebot machen können“, sagt Brigitte Oßwald von der Heimaufsicht. Sie unterstützt alle Heime bei der Organisation.

Im Januar wurden 201 Personen in vier Pflegeheimen und einer Intensiv-Pflege-WG durch das mobile Impfteam des Kreises geimpft. 313 weitere Impfungen erfolgten durch das mobile Impfteam des zentralen Impfzentrums in Tübingen, das bisher in sieben Pflegeeinrichtungen Impfungen durchführte, sodass bis zum 1. Februar exakt 514 Personen in Pflegeeinrichtungen im Landkreis Sigmaringen geimpft werden konnten. Im Lauf der Woche werden fünf weitere Pflegeheime durch die mobilen Impfteams aufgesucht.

Soldaten der Panzerpionierkompanie 550 unterstützen Pflegeheime

Für zusätzliche Sicherheit in den 22 Heimen sorgen seit einigen Tagen auch 14 Soldaten der Panzerpionierkompanie 550 aus Stetten a.k.M., die bei den Schnelltestungen in den Pflegeheimen unterstützen. Die Hilfeleistung musste sehr rasch organisiert werden, da die Pflegeheime seit 18. Januar verpflichtend Schnelltestungen für Besucher durchführen müssen. Nach der Beantragung der Hilfeleistung bei der Bundeswehr durch den Landkreis Sigmaringen ging es ganz schnell: Von der Antragsstellung über die Bewilligung bis zum Start der Aktion vergingen gerade mal drei Tage.

Auch im spitälischen Pflegeheim Pfullendorf und im Wohnzentrum „Grüne Burg“ helfen Soldaten mit. Brigitte Oßwald und Gabriele Haiber vom Landratsamt koordinieren mit Oberstleutnant Sandro Wicklein, der die zivil-militärische Zusammenarbeit im Kreis verantwortet, und Hauptfeldwebel Markus Rieker den Einsatz der Soldaten. Die Bundeswehr soll für zunächst drei Wochen unterstützen, bis die Heime eigenes Personal gefunden haben. Bei der Suche werden die Heime von der Arbeitsagentur unterstützt.

296 Menschen wurden in Hohentengen geimpft

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Auch der Impfbetrieb im Kreisimpfzentrum in Hohentengen ist angelaufen. Im Januar erfolgten durch das Kreisimpfzentrum 620 Impfungen. 296 Personen erhielten ihre Impfung vor Ort in Hohentengen, 201 Impfdosen wurden in den Pflegeheimen durch das mobile Impfteam des Kreisimpfzentrums verimpft und es wurden zusätzlich 64 Angestellte der Kliniken sowie 59 Personen des Rettungsdienstes sowie weiteres medizinisches Personal geimpft.

„Es fehlt weiterhin an Impfstoff“

„Die Abläufe spielen sich ein. In nächster Zeit werden wir zusätzliches Personal einlernen, sodass wir sofort weitere Termine anbieten können, wenn mehr Impfstoff vorliegt“, erklärt Verwaltungsleiter des Kreisimpfzentrums Willi Römpp. Wann dies der Fall sein wird, ist aber weiterhin nicht klar.