Seit gut einem Jahr erschwert Corona jungen Menschen die Suche nach einem passenden Ausbildungsplatz. Aber auch Handwerksbetriebe, die Ausbildungsplätze anbieten, klagen über den pandemiebedingten Zustand, denn das Beratungsangebot in den Arbeitsagenturen und in den allgemeinbildenden Schulen ist nach wie vor eingeschränkt. „Da auch Berufsinformationsmessen, Infobörsen und -tage, auf denen Betriebe für das Handwerk geworben haben, nicht stattfinden können, ist es momentan die größte Herausforderung, Jugendliche in die duale Ausbildung zu vermitteln“, verdeutlicht Christiane Nowottny, Geschäftsbereichsleiterin Berufsausbildung, Prüfungs- und Sachverständigenwesen der Handwerkskammer Reutlingen, in einer Presseinformation.

Acht Handwerkskammer machen mit

Doch es geht auch anders: Statt sich wie sonst in einem persönlichen Gespräch oder vor Ort im Betrieb einen ersten Eindruck zu verschaffen, kann das Kennenlernen zwischen potenziellem Azubi und künftigem Arbeitgeber auch am Bildschirm stattfinden. So wie beim Azubi-Speed-Dating der Handwerkskammer Reutlingen, das gemeinsam mit sieben weiteren baden-württembergischen Handwerkskammern seit Montag, 15. Februar läuft.

Gesprächstermine über Telefon oder Videochat

Wie das geht? In der Online-Datenbank können sich Handwerksbetriebe, die einen Azubi suchen, unkompliziert eintragen. Die Jugendlichen sichten das Angebot, das sie nach Beruf, Betrieb oder Ort filtern können, nehmen Kontakt auf und vereinbaren einen Gesprächstermin über Telefon oder Videochat. Wenn der Schüler oder die Schülerin möchte, kann er oder sie über das Formular noch einige Sätze zu den Interessen, der Motivation oder Fragen an den Betrieb mitschicken. Absenden. Fertig. Einfacher geht es wirklich nicht, sich kennenzulernen und gemeinsam herauszufinden, ob es passt.

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Seit Montag, 15. Februar, können die ersten Gesprächstermine vereinbart und gebucht werden. Vom 1. März bis zum 30. April können Jugendliche und Betriebe sich dann in jeweils 15-minütigen Telefon- oder Videoterminen kennenlernen und über eine mögliche Ausbildung sprechen. „63 Betriebe aus den Landkreisen Freudenstadt, Reutlingen, Sigmaringen, Tübingen und Zollernalb sind bereits dabei. Das Angebot wird laufend aktualisiert. Gelistet sind Ausbildungsplätze im Handwerk für die Jahre 2021 und 2022“, so Christiane Nowottny.

Hier geht es zum Online-Portal: azubi-speed-dating-handwerk