Die Heuneburg soll zu einer herausragenden historischen, wissenschaftlichen und touristischen Einrichtung im Landkreis Sigmaringen, ja in Baden-Württemberg entwickelt werden. Bis 2026 soll die bedeutendste keltische Fundstätte im Land als „Erlebniswelt Heuneburg“ für 50 000 bis 60 000 Besuchern jährlich sichtbar und erfahrbar werden. Das Land übernimmt den Löwenanteil der Investitionskosten, die im niedrigen zweistelligen Millionenbetrag liegen, wobei der Landkreis Sigmaringen sich einmalig mit 500 000 Euro am Umbau der Staatsdomäne Talhofs beteiligt. Zusätzlich ist eine Verlustbeteiligung in den ersten fünf Jahren von jeweils maximal 140 000 Euro vorgesehen, wobei das Land das Minus pro Jahr auf jährlich 900 000 Euro taxiert.

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Antrag auf Unesco-Weltkulturerbetitel

Für die Umsetzung der Landes-Keltenkonzeption wurde nun im Haushalt 2022 des Landes eine Million Euro gesetzt, informierte der CDU-Abgeordnete Klaus Burger, der die Entwicklung genau beobachtet. Denn: „Es gilt zu hinterfragen, ob es der Weisheit letzter Schluss ist, neben der historischen Authentizität dieses herausragenden Zeugnisses frühester Besiedelung nördlich der Alpen, einen weiteren Schwerpunkt auf die Vermittlung von Wissen über die Ökologie, Biodiversität und Nachhaltigkeit zu setzen und mit den Kelten zu verknüpfen.“ Gut sei, dass trotz der Corona-Pandemie und ihres Einflusses auf die Besucherzahlen, die Umstellung auf „Schlösser und Gärten BW“ positiv wirke. Erfreut ist der Abgeordnete, dass der Antrag, die Heuneburg auf die Liste der Unesco-Weltkulturerbetitel zu setzen, vorankomme. „Dies läuft nun federführend im Ausschuss für Landesentwicklung und Wohnen, dem ich seit dieser Legislaturperiode angehöre“, sagt Burger.

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60 Hektar Land werden umgewandelt

Mit 1,35 Millionen Euro unterstützt der Bund den Ausbau der Heuneburg zu einer Naturerlebniswelt. Die geplanten Maßnahmen umfassen ein Monitoring, bei dem über Drohnen, Satelliten, Klimastationen und Bodenuntersuchungen auf 60 Hektar der Bestand an Flächen, Vegetation und Arten sowie die Veränderungen im Laufe der Jahre beobachtet wird. Das Areal, derzeit intensiv landwirtschaftlich genutzt, wird ökologisch aufgewertet, naturnah rekultiviert und zur Förderung der Biodiversität eingesetzt.

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CO2-speichernde Bodenverbesserung und Biodiversität sollen Basis für ein naturtouristisches Vermittlungsangebot zu Nachhaltigkeit, Biodiversität und Natursensibilisierung werden. Als Partnerin konnte die Pädagogische Hochschule Heidelberg gewonnen werden. Ansatzpunkt ist die Verbindung der Kelten zur Natur. Auf dem Museumsgelände sind bereits die Archäoimkerei und -botanik angelegt.