Besuch vom Wahlkreisabgeordneten und parlamentarischen Staatssekretär Thomas Bareiß (CDU) erhielt die Firma Sun Orbit in Hettingen. Das Start-up ist spezialisiert auf die Produktion, den Vertrieb sowie die Weiterentwicklung von multifunktionalen Solarsystemen zur schrittweisen Realisierung lokaler Autonomie im ländlichen und städtischen Umfeld. In einer Verbundanlage wird dabei konzentrierte Sonnenstrahlung aus Photovoltaik- oder Solarthermie genutzt, um einen temperierten Gewächshaussraum zu gewinnen und gleichzeitig Energie zu produzieren.

Geschäftsführer verweist auf vorhandene Patente

Bei dem gemeinsamen Rundgang stellten Geschäftsführer Frank Steinhart und der wissenschaftliche Koordinator Professor Jürgen Kleinwächter, die technische Seite des Projekts vor, informiert der Abgeordnete in einer Pressemitteilung. Er sei von von der Innovation und dem Firmengeist sehr beeindruckt. Auch technologisch spiele das Unternehmen vorne mit: „Ein ebenfalls wichtiger Punkt sind auch die vorhandenen Patente“, führte Geschäftsführer Frank Steinhart aus.

Alle benötigten Energien sollen simultan geliefert werden

Derzeit entsteht in Kooperation von Sun Orbit, den Max-Planck Instituten in Mülheim an der Ruhr und den spezialisierten Unternehmen Gotec ein voll funktionsfähiger Demonstrator des multifunktionalen Sonnenkraftwerks. Diese Anlage wird diesen Herbst in Hettingen in Betrieb gehen. Kernelement ist dabei ein thermochemischer Speicherreaktor, in dem Wasserstoff ohne sich zu verbrauchen alle vor Ort benötigten Energieformen simultan liefert: Strom, Prozesswärme, Nutzwärme und Kälte. Das internationale Interesse ist laut Sun Orbit bereits sehr groß. Die Fertigung von Wasserstoffbauteilen sei sehr komplex, von der aber vor allem die heimische Industrie profitieren könnte, betonte Geschäftsführer Steinhart. Hier würde sich beispielsweise auch eine Kooperation mit dem InnoCamp in Sigmaringen anbieten.

Das könnte Sie auch interessieren

Bareiß betonte, wie wichtig die Investition in Wasserstofftechnologien sei – zumal er als im Bundesministerium für Wirtschaft und Energie an der Entwicklung der Wasserstoffstrategie der Bundesregierung mitgearbeitet habe. „Durch Innovation und Zusammenarbeit, wie sie bei Sun Orbit angestrebt wird, kann die gesamte Region profitieren. Mit dem Vorantreiben von Wasserstofftechnologie könnte man als Industriebundesland Vorreiter sein und Zukunft mitgestalten.