Alexander Sperl, Aufsichtsratsvorsitzender der Kirchlichen Sozialstationen im Dekanat Sigmaringen-Meßkirch bringt es auf einen kurzen Nenner: „Wir sind gut aufgestellt!“ Gemeint ist damit der Trägerverein, zu dem sich 2017 vier Sozialstationen zusammengeschlossen hatten: Sigmaringen, Meßkirch, Pfullendorf und Gammertingen. Bei der nunmehr zweiten Mitgliederversammlung dieses Trägervereins habe sich die Personalsituation gut entwickelt und die finanzielle Siuation bewege sich im positiven Bereich. Die Zusammenarbeit von Diensten, Pfarrgemeinden und Caritasverband würde sich problemlos gestalten, so Sperls Fazit.

Nur noch zwei Vorstände

Dass von insgesamt 67 Stimmberechtigten aus den einzelnen Seelsorgeeinheiten 62 zur Mitgliederversammlung ins Dekanatszentrum gekommen waren, deutete der Aufsichtsratsvorsitzende als ein gutes Zeichen für den gelungenen Zusammenschluss der vier Sozialstationen. Statt der vier kompletten Vorstandsgremien habe man jetzt nur noch zwei Vorstände. Da wäre zum einen Ulrich Wichert, langjähriger Verwaltungsleiter der damals noch selbstständigen Sozialstationen, der jetzt die Verwaltung und Finanzen des neuen Gebildes managt. Und da wäre zum anderen Sabine Feig, sie ist für den fachlichen Bereich zuständig. Da sie gleichzeitig Pflegedienstleiterin bei der Sozialstation Thomas Geiselhart in Sigmaringen ist, kenne sie die zu bewätigenden Arbeiten ganz genau.

Einen Leitungswechsel hat es nach Informationen der Caritas in Pfullendorf gegeben: Mittlerweile wurde die Position der Pflegedienstleiterin mit Stephanie Brändle wiederbesetzt. Sie mache ihre Sache sehr gut, heißt es aus dem Vorstandsteam. Auch in Meßkirch wird ein Leitungswechsel gemeldet. Hier hatte Julia Meier seit 1. April die neue Pflegedienstleistung übernommen.

Große Anstrengungen seien unternommen worden, um die bürokratischen Erfordernisse zu vereinfachen. Wie die Caritas berichtet, wurde in Sigmaringen die mobile Datenerfassung eingeführt, in Pfullendorf befände man sich bereits in der Umstellungsphase. Meßkirch und Gammertingen würden folgen.

Aktuell sind es 358 Mitarbeiter der Sozialstationen, die in Voll- oder Teilzeit oder als Mini-Jobber arbeiten. Alle könnten das neue Lebenszeitarbeitsmodell „Caritas-Flex“ in Anspruch nehmen – es ermögliche eine flexible Lebensplanung, die bei einer gut besuchten Veranstaltung im Meßkircher Schloss im Detail vorgestellt worden war. Als ein großes Anliegen nannte der Trägerverein die Fortbildung zukünftiger Altenpfleger. Obgleich die Personalsituation augenblicklich gut sei, könne sich dies schnell ändern und dann wäre man auf gut ausgebildete und motivierte Kräfte noch stärker angewiesen.

Zudem kündigte die Caritas räumliche Veränderungen an. Im Untergeschoss der Pfullendorfer Sozialstation müsse die Arbeitssituation von Verwaltung und Leitung den heutigen Erfordernissen angepasst werden. Außerdem sei der Trägerverein auf der Suche nach Räumlichkeiten, um eine Tagespflege einrichten zu können. So ein Angebot würde auch in Gammertingen nachgefragt. In Meßkirch wird die Sozialstation in das neue Altenzentrum des Caritasverbandes umziehen, sobald dieses fertiggestellt sei. Das immer stärker nachgefragte Essen auf Rädern würde jetzt auch in den Umlandgemeinden von Meßkirch angeboten. Mit Überzeugung stellte Alexander Sperl fest, dass die Sozialstationen wirtschaftlich stabil bleiben und sich als attraktiver Arbeitgeber darstellen würden.