Der Kreisfeuerwehrverband (KFV) des Landkreises Sigmaringen tagte in der Alemannenhalle in Herbertingen. Uwe Stürmer, der Polizeipräsident und Leiter des Polizeipräsidiums Ravensburg, dankte den Feuerwehrleuten für ihren Einsatz, bei dem sie Schulter an Schulter mit den Polizeikollegen, Tag und Nacht bei Einsätzen bestens zusammenarbeiten würden. Zum Thema Gewalt gegen Einsatzkräfte fand Uwe Stürmer sehr klare Worte: „Wer die Blaulichtfamilie angreift, greift den Staat an und das darf nicht ohne Folgen bleiben.“

Politiker von CDU und Grünen loben Einsatz der Feuerwehrleute

Der parlamentarische Staatssekretär und CDU-Bundestagsabgeordnete Thomas Bareiß zeigte sich, vor allem auf Grund eigener Erfahrungen bei einem Feuerwehreinsatz, von der professionellen Zusammenarbeit der Einsatzkräfte beeindruckt. Er verglich sie mit einem Orchester, bei dem auch Hand in Hand gearbeitet würde. Er sprach sich dafür aus, das Ehrenamtliche bei Bewerbungen Vorrang erhalten sollten, und erhielt dafür vom Plenum viel Beifall. Andrea Bogner-Unden, Landtagsabgeordnete der Grünen, lobte ebenso die sehr gute Arbeit der Feuerwehrleute. Zudem verwies sie auf die finanziellen Zuschüsse der Landesregierung für die Feuerwehren und nannte als konkretes Beispiel die Landesfeuerwehrschule.

Jugendfeuerwehren im Kreis Sigmaringen haben 669 Mitglieder

Wie wichtig die Ausbildung bei der Feuerwehr ist, zeigte Kreisjugendfeuerwehrwart Sebastian Kothmeier mit seinen Zahlen auf. Die Jugendfeuerwehren haben momentan 669 Mitglieder, darunter 156 weibliche. 34 Übertritte in die aktive Wehr unterstreichen die Bedeutung der Nachwuchsarbeit. Wie Edwin Müller berichtete, war die Notfallseelsorge mit 205 Einsätzen im vergangenen Jahr stark gefordert.

Letzte Amtszeit für den Verbandschef Friedrich Sauter

Ohne Gegenkandidat trat Friedrich Sauter zur Wahl des Verbandsvorsitzenden an und wurde von den Delegierten in seinem Amt für die nächsten fünf Jahre bestätigt. Wie Sauter sagte, wird dies aus Altersgründen seine letzte Amtsperiode sein.

Zahlreiche Feuerwehrleute wurden im Rahmen der Versammlung geehrt

Insgesamt wurden 14 Feuerwehrleute während der Versammlung des Kreisfeuerwehrverbandes geehrt. Eine besondere Auszeichnung erhielt Edi Hahn (zweiter von links) mit der Ehrenmedaille des Landesfeuerwehrverbandes Baden-Württemberg in Gold. Bilder(2): Robert Reschke
Insgesamt wurden 14 Feuerwehrleute während der Versammlung des Kreisfeuerwehrverbandes geehrt. Eine besondere Auszeichnung erhielt Edi Hahn (zweiter von links) mit der Ehrenmedaille des Landesfeuerwehrverbandes Baden-Württemberg in Gold. Bilder(2): Robert Reschke

Der Verbandsvorsitzende, Friedrich Sauter, ehrte im Rahmen der Versammlung zahlreiche Feuerwehrleute: Die Ehrenspange des KFV Sigmaringen ging an Pirmin Hildenbrand von der Feuerwehr Bad Saulgau. Das Feuerwehr-Ehrenkreuz in Bronze wurde an Frank Wächter (Feuerwehr Bad Saulgau), an Michael von Bischopinck (Feuerwehr Sigmaringen), Thomas Teufel und Herbert Schlieske – beide von der Feuerwehr Mengen – verliehen. Die Ehrenmedaille des Landesfeuerwehrverbandes Baden-Württemberg in Silber erhielten Marc Kern (Feuerwehr Herbertingen), Herbert Wiedenbach (Feuerwehr Sauldorf) und Wolfgang Waibel (Feuerwehr Herdwangen-Schönach). Das Feuerwehr-Ehrenkreuz in Silber wurde verliehen an Franz Obert (Feuerwehr Bad Saulgau) und Holger Mayer (Feuerwehr Mengen).

Die goldene Ehrenmedaille des Landesverbandes wurde Edi Hahn verliehen

Die Ehrenmedaille des Landesfeuerwehrverbandes in Gold ging für sein Lebenswerk bei der Feuerwehr an Edi Hahn von der Feuerwehr Sigmaringendorf. Seit vielen Jahrzenten ist Edi Hahn in vielen Bereichen des Feuerwehrwesens weit über die Kreis- und Landesgrenzen hinaus bekannt, wie es hieß. Seine Ehrung wurde von allen Anwesenden in der Alemannenhalle mit langanhaltendem stehenden Beifall gewürdigt.

„Bisher wenig Probleme“

Friedrich Sauter ist seit 2010 Verbandsvorsitzender des Kreisfeuerwehrverbandes Sigmaringen. Seit 1974 ist er bei der Feuerwehr und von 1982 bis 2011 war er als Kommandant beziehungsweise Stellvertreter in Leibertingen aktiv. Er stellte sich den Fragen des SÜDKURIER.

Gibt es Probleme bei Löscheinsätzen mit Photovoltaikanlagen, E-Autos und E-Bikes?

Bei Bränden des Dachstuhls stellen die Photovoltaikanlagen schon ein gewisses Hindernis dar. Beim Löschen von Elektrofahrzeugen braucht man vor allen Dingen sehr viel Wasser. Das solche Fahrzeuge nur in einen wassergefüllten Container getaucht werden können, ist nur ein Gerücht.

Wie sieht es bei Wasserstoff-Autos aus?

Für neue technische Anforderungen haben wir das Ausbildungszentrum in Bruchsal. Unsere Führungskräfte werden dort regelmäßig weitergebildet.

Wie sehen sie die Angriffe gegen die Einsatzkräfte?

Wir haben als Feuerwehr bisher wenig Probleme gehabt, nur Kleinigkeiten. Das sieht in großen Städten anders aus. Andere Rettungsdienste – vor allem die Polizei – haben da viel mehr Probleme.