Bad Saulgau – Ein kreisweites Kulturprojekt der Stuckateure wird als grenzüberschreitende Initiative im Rahmen des Kleinprojektefonds gefördert. Wie das Büro für Regionalkultur in der Kurstadt mitteilt, ist dies erst der Anfang – unter dem Motto „Der Stuck barockt den See“ findet im November eine erste Fachtagung zu den großen Baustellen der Barockzeit statt.

Die Internationale Bodenseekonferenz mit Sitz in Konstanz hat die Bewilligungszusagen für den Kleinprojektefonds 2017 versandt. Ziel des Fonds ist es, vertrauensvolle grenzüberschreitende Beziehungen auf lokaler und regionaler Ebene zu stärken sowie das gegenseitige Verständnis, das Wissen um die Region und die regionale Identität zu erhöhen. Eine Initiative der Kreishandwerkerschaft Sigmaringen ist berücksichtigt worden.

Es boomt am Bau und entsprechend brummt das Handwerk. Ihre vielen Gipser-, Maler- und Stuckateur-Betriebe verdankt die Region der Barockzeit: "Ohne die stuckverliebten Äbte und Fürsten und ihre teils wagemutigen Baumeister hätten wir vielleicht auch nur Klinker an unseren Häusern wie in Norddeutschland", sagt Tobias Müller aus Bad Saulgau, Obermeister der Stuckateur-Innung Sigmaringen.

Mit dem Projekt „Der Stuck barockt den See“ legen die Stuckateur-Verbände den Grundstein für eine kulturhistorische Betrachtung der großen Stuckateure und Künstler des Barock und dem, was sie der Region als kulturelles Erbe hinterlassen haben. Dabei wird besonderes Augenmerk auf die Vermittlung der damaligen Umstände politischer und gesellschaftlicher Art gelegt. Am Beispiel der Brüder Dominikus und Johann Baptist Zimmermann soll die Zusammenarbeit besonders mit den heute für Gäste erfahrbaren Klöstern und Kirchen öffentlichkeitswirksam aufbereitet werden.

Zur Beteiligung aufgerufen sind alle, die für den Besucherbetrieb in barocken Schlössern, Klöstern und Kirchen der Landkreise Sigmaringen, Ravensburg und des Bodenseekreises zuständig sind. Mit der Umsetzung des Projekts ist das Büro für Regionalkultur aus Bad Saulgau betraut.


Kontakt per E-Mail: info@buero-regionalkultur.de, Telefon 01 60/95 55 69 89.