An einem für manche Teilnehmer ungewohnten Ort fand die Delegiertenversammlung des Kreisjugendrings statt. Und es gab warmes Essen: Linsensuppe, Rindfleisch mit Reis, türkischen Salat und gefüllte Yufkaröllchen kamen bei den zahlreichen Delegierten aus den Jugendverbänden bestens an. Sie trafen sich in den Räumen des Moscheevereins Ditib in Sigmaringen. Die Ditib-Jugend mit über 1000 Mitgliedern in sechs Ortsverbänden im Kreis Sigmaringen ist seit 2017 Vollmitglied im Kreisjugendring. Bezirksvorsitzender Erhan Yilmaz führte durch die Gebetsräume und beantwortete alle Fragen.

Erhan Yilmaz (links) erklärte den Delegierten Wissenswertes über die Moschee in Sigmaringen.
Erhan Yilmaz (links) erklärte den Delegierten Wissenswertes über die Moschee in Sigmaringen. | Bild: Karlheinz Fahlbusch

Vorsitzende des Kreisjugendrings ist seit vier Jahren Marlene Wetzel aus Hohentengen. Für sie ist klar: „Die Arbeit macht unheimlich viel Spaß. Wir sind eine große Familie.“ Der Kreisjugendring hat 23 Mitgliedsvereine, 20 hatten ihre Vertreter geschickt. „Das hat es in den vergangenen Jahren wohl nur selten gegeben“, sagte das langjährige Vorstandsmitglied Christian Grüninger.

Einzige hauptamtliche Kraft im Vorstand ist Bildungsreferentin Christine Brückner. Sie berichtete von Überlegungen, wie man Schule und Ehrenamt besser vernetzen könnte. Auch die Führungszeugnisse für Jugendleiter waren 2017 ein großes Thema. Insgesamt habe der Kreisjugendring mit seinen Veranstaltungen rund 1000 Ehrenamtliche erreicht. 17 Einsätze konnte man für die Juice-Box verzeichnen. Die mobile Bar mit alkoholfreien Cocktails findet immer mehr Zuspruch bei Festen.

Krankheitsbedingt nicht komplett war der Vorstand des Kreisjugendrings: Manuel Koch, Christine Brückner, Vorsitzende Marlene Wetzel, Christian Grüninger, Marcus Weickert, Pia Korn-Amann und Uwe Schmitter (von links).
Krankheitsbedingt nicht komplett war der Vorstand des Kreisjugendrings: Manuel Koch, Christine Brückner, Vorsitzende Marlene Wetzel, Christian Grüninger, Marcus Weickert, Pia Korn-Amann und Uwe Schmitter (von links). | Bild: Karlheinz Fahlbusch

Diskussionen gab es um den Aufnahmeantrag des Vereins BloMeRulEn, dem die Jugend der Narrenvereine Blochingen, Mengen, Rulfingen und Ennetach angehört. Ralph Nawratil begründete den Antrag auf Aufnahme mit der angestrebten Vernetzung mit anderen Jugendorganisationen. Allerdings bietet der Verein keine regelmäßigen Gruppenstunden, ein wesentlicher Unterschied zu den Mitgliedsverbänden des Kreisjugendrings. Das jährliche Jugendzeltlager und auch mal ein Hüttenaufenthalt waren Alexander Bippus-Jäger von der Bläserjugend zu wenig. „Wir wollen unser Zeltlager weiter ausbauen. Jede Woche mit Kindern basteln oder singen ist nicht unser Ziel“, stellte Nawratil fest. Christian Grüner machte deutlich, dass es eine schwierige Situation sei. „Wir waren uns im Vorstand auch lange nicht einig.“ Man solle den Verein aber im Gaststatus aufnehmen und das Gespräch suchen. Vielleicht sei es möglich, die Jugendarbeit noch auszudehnen. So wurde dem Verein BloMeRulEn der Gaststatus zuerkannt.

Ohne Diskussion wurde die THW-Jugend aus Pfullendorf als Gast für ein Jahr in den Kreisjugendring aufgenommen. Karin Heinzle-Melzer und Andreas Melzer konnten von wöchentlichen Gruppenstunden und vielen anderen Aktivitäten berichten.

Türkisches Essen gab es bei der Delegiertenversammlung des Kreisjugendrings. Einhelliges Urteil: "Lecker!"
Türkisches Essen gab es bei der Delegiertenversammlung des Kreisjugendrings. Einhelliges Urteil: "Lecker!" | Bild: Karlheinz Fahlbusch

Bei den Wahlen wurden Vorsitzende Marlene Wetzel, ihr Stellvertreter Jürgen Maier-Wolf sowie die Beisitzer Manuel Koch und Renate Sigrist in ihren Ämtern bestätigt. Für die ausscheidende zweite Stellvertreterin Stefanie Birkle und einen vakanten Beisitzerposten konnten keine Kandidaten gefunden werden.

Dietmar Unterricker ist im Landratsamt für die Jugendarbeit zuständig. Zum Thema Führungszeugnis für Jugendleiter machte er deutlich, dass das Landratsamt den Vereinsvorsitzenden bescheinigen könne, wenn keine Eintragung vorliege. Das genüge, man brauche nicht das komplette Führungszeugnis lesen, was vielen Verantwortlichen Unbehagen bereitet hat. Bislang wurden 150 Bescheinigungen ausgestellt. Zum Thema wird es am 13. März eine weitere Veranstaltung im Landratsamt geben. Als papierlose Alternative zum Partypass, den Jugendliche bei vielen Veranstaltungen vorlegen müssen, gibt es nun eine App. Unterricker sucht noch Veranstalter, die diese Möglichkeit testen. „Das reduziert die Staus bei der Rückgabe der Partypässe deutlich“, ist er überzeugt.

Mitglieder

Ateliers im Alten Schlachthof, BDKJ Bad Saulgau, Bund der Landjugend, Bläserjugend-Kreisverband, Bund Badischer Landjugend, Ditib Region 11, Deutsche Pfadfinderschaft St. Georg, Evangelische Jugend, Förderverein Ruine Hornstein, Freunde der Kinder, Junger Deutscher Alpenverein Sektion Sigmaringen, Jugendrotkreuz, Junge-Union-Kreisverband, Kaninchenzüchterjugend, KJG Dekanat Sigmaringen-Meßkirch, Kreisjugendfeuerwehr, Narrenverein Hohentengen, Royal Rangers, Schwäbischer Albverein Gau Obere Donau, Sportkreisjugend, Theaterverein Waldbühne