Auf der Heuneburg im Herbertinger Ortsteil Hundersingen wird am Donnerstag, 13. September, um 19 Uhr ein neues Buch vorgestellt: Es gewährt Einblicke in die Zeit vor 2500 Jahren. Sein Titel: „Das Geheimnis der Keltenfürstin. Der sensationelle Fund von der Heuneburg“.

Vorgestellt wird dieses Werk über den Landkreis Sigmaringen, der Gemeinde Herbertingen und der Gesellschaft für Archäologie in Württemberg und Hohenzollern als gemeinsame Veranstalter. Geladen werden die Gäste ins Herrenhaus des Freilichtmuseums Heuneburg. Nach Informationen des Landratsamtes gibt es nach den Grußworten von Landrätin Stefanie Bürkle und Herbertingens Bürgermeister Magnus Hoppe eine Bilderschau des Bandes, von den Autoren präsentiert: Diese sind der Landesarchäologe Professor Dirk Krausse und die Chefrestauratorin des Landesamts für Denkmalpflege, Nicole Ebinger-Rist.

Beide wollen in einem Vortrag spannende Einblicke in die faszinierende Welt der keltischen Fürstin auf der Heuneburg vor 2500 Jahren eröffnen. Da der Landesarchäologe Dirk Krausse als zurzeit bester Kenner der Geschichte des frühkeltischen Fürstensitzes Heuneburg gilt und zugleich auf begeisternde Weise Geschichte zu vermitteln weiß, versprechen sich die Veranstalter ein besonderes Erlebnis für alle Geschichtsinteressierten. Im Anschluss an Vortrag und Buchvorstellung lädt die Gemeinde Herbertingen zu einem Stehempfang ein, bei dem auch das Buch erworben werden kann.

Die Heuneburg an der oberen Donau gehört bekanntlich zu den bedeutendsten prähistorischen Fundstätten Deutschlands und Mitteleuropas. Aus archäologischer Sicht handelt es sich hierbei um die älteste bekannte Stadt nördlich der Alpen. Vieles spricht dafür, dass die Heuneburg identisch mit der von Herodot im 5. Jahrhundert vor Christus erwähnten Keltenstadt Pyrene ist.

Vor acht Jahren war die Heuneburg erneut in den Fokus der archäologischen Forschung gerückt: Die Entdeckung eines überraschend gut erhaltenen und nicht beraubten Holzkammergrabes einer privilegierten Frau, die 583 vor Christus in der Donauebene bestattet wurde, galt als Sensation. Die sich anschließende Bergung des Grabes in einem riesigen, 80 Tonnen schweren Block gehörte zu den spektakulärsten archäologischen Unternehmungen der letzten Jahre und hat auch international großes Aufsehen erregt.

In jahrelanger Feinarbeit wurden die Grabkammer und ihr kostbarer Inhalt unter Laborbedingungen Millimeter für Millimeter freigelegt, analysiert, restauriert und ausgewertet. Bei der Leitung dieses Keltenblock-Projekts arbeitete Krausse mit Nicole Ebinger-Rist Hand in Hand. Unterstützt wurden sie von einem interdisziplinären Team von Grabungstechnikern, Restauratoren und Naturwissenschaftlern des Landesamts für Denkmalpflege. Die Ergebnisse dieses aufsehenerregenden Forschungsprojektes werden nun in einem opulenten und reich bebilderten Buch von Dirk Krausse und Nicole Ebinger-Rist einer breiten Öffentlichkeit zugänglich gemacht.

Das Buch über "Das Geheimnis der Keltenfürstin" ist Ende März 2018 im wbg-Theiss-Verlag erschienen. Es kostet 39,95 Euro, Mitglieder zahlen 31,95 Euro.