Der Kreis-DGB ist in seinen Vorbereitungen zum Internationalen Frauentag ein gutes Stück vorangekommen. Sabine Essinger wird am Mittwoch, 27. Februar, um 19 Uhr das Unterhaltungsprogramm im Alten Schlachthof in der Kreisstadt Sigmaringen bestreiten. Ihr Motto „Des tut weh!“ Die Kabarettistin schlüpft dabei in neun verschiedene Rollen und beweist damit ihre blitzschnelle Wandlungsfähigkeit. Ob männermordende Firmenchefin, übermotivierte Supermami oder gestresste Stewardess – die Weiber der Sabine Essinger legen mit schwarzem Humor den Finger in jede Wunde und streuen noch eine Prise Salz darauf.

Im Mittelpunkt stehen die Frauen in ihrem Kampf um Gleichberechtigung. Die DGB-Frauenbeauftragte Susanne Fuchs wird in ihrere Rede verdeutlichen, wie es hierzulande mit den Frauenrechten steht, nachdem Rechte und Populisten auf ein veraltetes Frauenbild drängen. „Gleichstellung, Respekt und Gerechtigkeit darf nicht auf den 8. März beschränkt bleiben“, sagt Fuchs über den Weltfrauentag. Rund die Hälfte der erwerbstätigen Frauen hätten auf Kreisebene lediglich eine Teilzeitstelle. Weniger als ein Drittel der Frauen müsse sich mit einem Minijob begnügen. Das seien zwei Drittel aller geringfügigen Beschäftigungsverhältnisse. Viele Frauen würden mehr abeiten wollen, um als Alleinerziehende nicht von Sozialleistungen abhängig zu sein oder um sich höhere Rentenansprüche erarbeiten zu können. Die Durchschnitsrente von Frauen in Höhe von 687,40 Euro liege deutlich unter dem Grundsicherungsniveau von 770 Euro. Altersarmut als Folge der Teilzeitfalle, expizit die Frauen träfe es unverhältnismäßig hoch, so Susanne Fuchs.

Außer gleichen Lohn für gleiche Arbeit bedürfe es einer Aufwertung der Frauenberufe, die vornehmlich im sozialen Bereich tätig seien. So kämpfen Erzieherinnen, Krankenschwestern und Altenpflegerinnen um eine bessere Bezahlung.

Da sich die Veranstaltung zum Frauentag stets einer großen Publikumsresonanz erfreut, will das Vorstandsteam des Kreis-DGB auch in Zukunft am Veranstaltungsort Schlachthof festhalten.