Landwirte können jetzt bauen

Nach Angaben der Behörde hat die Landwirtsgemeinschaft nunmehr Baurecht und kann mit dem Bau beginnen. Für das Gemeinschaftsprojekt war von der Gemeinde Ostrach ein Bebauungsplan erlassen worden, der am 6. April 2017 in Kraft getreten ist.

Beim Landratsamt wurde am 2. Mai 2017 für das Vorhaben ein Antrag auf immissionsschutzrechtlicher Genehmigung gestellt. „Nach umfassender und sehr detaillierter Prüfung und einem lange Zeit parallel laufenden Petitionsverfahren beim Landtag wurde nun die Genehmigung erteilt“, berichtet Adrian Schiefer, Leiter des Fachbereichs Umwelt und Arbeitsschutz.

Petitionsausschuss erkennt keine Mängel

Der Petitionsausschuss des Landtages hatte in seiner Sitzung vom 13. Dezember 2018 die Petition zurückgewiesen. Zwei vom Petitionsausschuss beauftragte Gutachter konnten keine Mängel im Genehmigungsverfahren feststellen. Der Ausschuss richtete einige zusätzliche Empfehlungen zum Tierwohl an die Antragssteller.

„Auch mit diesen Empfehlungen haben wir uns intensiv befasst, wobei die Antragsteller vieles davon schon von sich aus in ihren Planungen aufgegriffen hatten“, erklärt Amtsleiter Schiefer. Sein Fazit: „Der 1000-Kühe-Stall wird mit der vorliegenden Planung und einer intensiv durchgeplanten und durchdachten Betriebsstruktur und -organsiation den vielfältigen gesetzlichen Anforderungen gerecht.

Mit zahlreichen Auflagen haben wir die Leitplanken gesetzt. Das beginnt bei hohen Standards zum Tierwohl und reicht bis zur Überwachung des Grundwassers. Das müssen die Landwirte exakt überwachen und dokumentieren“ fasst Schiefer zusammen.

200 Schreiben gegen Kuhstallbau

Der Stall hatte für überregionales Aufsehen gesorgt. Im Verfahren gingen über 200 Schreiben aus ganz Deutschland ein, in denen Bedenken gegen das Vorhaben vorgebracht wurden. „Wir haben uns mit allen relevanten Punkten auseinandergesetzt“ versichert der Umweltfachmann.