Nachdem sich zunächst eine angebliche Polizistin bei der 76-Jährigen telefonisch gemeldet und mitgeteilt hatte, dass bei der Festnahme von Einbrechern eine Notiz mit dem Namen der Frau und dem Hinweis auf ihr Vermögen aufgefunden worden sei, meldete sich später ein angekündigter "Hauptkommissar" von Interpol. Dieser befragte die 76-Jährige nach ihren Vermögenswerten und erlangte durch seine geschickte Gesprächsführung Zugriff auf den Computer der Frau.

Bereits am Folgetag warf das Opfer auf Anweisung einen Briefumschlag mit einer höheren Bargeldsumme aus dem Fenster ihres Autos und wurde in der Folgezeit unter anderem durch ein fingiertes Schreiben des Bundeskriminalamtes dazu gebracht, ein Konto bei einer Bank einzurichten, auf das sie ihr Vermögen transferierte. Mit dem Online-Zugriff und den TAN-Nummern gelang es den Betrügern letztlich, diese hohe Summe zu ergaunern. Erst als sich die Frau direkt an das Bundeskriminalamt wandte und dort nachfragte, flog der Schwindel Ende November auf.