Der offizielle Startschuss ist gefallen. Seit Mittwoch ist der Dirtpark auf dem Meßstettener Hausberg, dem Blumersberg, eröffnet. Zur kurzen Zeremonie des Banddurchschneidens waren nicht nur die kommunalen Spitzen aus Gemeinderat und Stadtverwaltung erschienen.

Nachricht spricht sich in Windeseile herum

In der Szene der Freestyle-Radfahrer hatte sich die Nachricht vom neuen Dirtpark in Windeseile herumgesprochen. Zahlreiche Kinder und Jugendliche warteten mit ihren Rädern auf die offizielle Freigabe.

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Wer gemütlich durch die Landschaft radeln möchte, gehört nicht zur Zielgruppe der Dirtpark-Benutzer. Von der rund sechs Meter hohen Startrampe geht es steil bergab. Auf dem Erdboden sind zahlreiche Hügel in unterschiedlicher Höhe, wie die Höcker eines Kamels, angeordnet.

Akrobatische Sprünge mit dem Drahtesel

Diese Hügel müssen auf dem 300 Meter langen Rundkurs von den Radfahrern überwunden werden. Allerdings möglichst ohne das Treten der Pedale, einfach durch Gewichtsverlagerung. Sofern es die Physik zulässt, können je nach Herzenslust akrobatische Sprünge mit dem Drahtesel eingebaut werden.

Sie gaben das Startzeichen: Doris Vivas (FL), Fred Sauter (BL),Tarzisius Eichenlaub (FWV), Ernst Berger (CDU), Frank Schroft, Kuno Moser, Holger Blum, Manuel Schempp und Andreas Berger.
Sie gaben das Startzeichen: Doris Vivas (FL), Fred Sauter (BL),Tarzisius Eichenlaub (FWV), Ernst Berger (CDU), Frank Schroft, Kuno Moser, Holger Blum, Manuel Schempp und Andreas Berger. | Bild: Hermann-Peter Steinmüller

Für Bürgermeister Frank Schroft hat das nun verwirklichte Projekt mehrere positive Seiten. Da sind erfreulich niedrige Baukosten und eine extrem kurze Bauzeit, erklärte er in seinem Grußwort. Die Stadt hat für die neue Sportanlage ein rund 2000 Quadratmeter großes Gelände zur Verfügung gestellt. Schroft erläutert im SÜDKURIER-Gespräch: „Hier war früher ein Bolzplatz.“ Der Dirtpark habe die Stadt lediglich knapp 20 000 Euro gekostet. Die gesamten Erdarbeiten hat die Firma innerhalb einer Arbeitswoche erledigt. Besser kann es aus Sicht des Rathauschefs nicht laufen.

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Die Idee, ein solches Übungsgelände zu schaffen, entstand im Rahmen einer Gemeinderatssitzung. Die beiden Ideengeber Andreas Berger und Manuel Schempp gehörten deshalb zum Team, das das Eröffnungsband durchschneiden durfte.

Angebot für Jugendliche in der Region

Mit dem Dirtpark sei ein aktiver Beitrag für die Jugend aus der gesamten Region geschaffen worden, erklärte der Bürgermeister: „Während der wenigen Bautage war ich fast jeden Tag auf der Baustelle. Immer habe ich Jugendliche angetroffen, die sich für den Fortgang der Arbeiten und die neue Anlage interessierten.“ Der Rathauschef bekannte, dass er von dem starken Interesse an dem Projekt überrascht worden sei.

Wege werden betonhart

Kuno Moser war für die Baggerarbeiten verantwortlich und Holger Blum vom Dirtpark in Albstadt hatte die Rolle des Projektmanagers übernommen. Die beiden Fachleute in Sachen Übungsanlagebau verwiesen besonders auf das Sand-Kies-Gemisch, aus dem die Bahnen für die Radfahrer gebaut sind. Durch die Benutzung und den Regen würden die Wege betonhart werden.