Insgesamt 21 Fälle von Coronavirus im Zollernalbkreis sind bis zum Mittwochvormittag bestätigt worden. Alle Infizierten waren in Südtirol. Der aktuelle Stand:

Die Mehrheit der Infizierten im Zollernalbkreis ist Teil einer 40-köpfigen Reisegruppe mit Teilnehmern aus der ganzen Region, die vom 23. Februar bis 29. Februar bei einer Skifreizeit in Südtirol im Puster- und im Grödnertal unterwegs war. Der Landkreis ist mit 21 Infizierten besonders stark betroffen.

Alle Infizierten waren in Südtirol

Im Zollernalbkreis wurde am Montag, 2. März, die erste Corona-Infektion bestätigt. Bei dem Erkrankten handelt sich dabei um einen 61-jährigen Mann aus dem Raum Balingen, der mit dieser Reisegruppe in Südtirol zum Skifahren war. Nachdem der Mann erste milde Symptome zeigte, meldete er sich telefonisch bei seinem Hausarzt. Dieser veranlasste eine Labordiagnostik, die positiv auf Covid-19 ausfiel. Der Mann steckte eine Frau an, mit der er Kontakt hatte.

Gesundheitszustand nach Angaben des Landratsamts stabil

Am vergangenen Donnerstag, 5. März, wurden dann acht weitere Mitglieder der Reisegruppe positiv auf das Coronavirus getestet. Es handelt sich dabei um vier Männer und vier Frauen zwischen 19 und 65 Jahren, informiert das Landratsamt Zollernalbkreis. Nachdem die Zahl der Infizierten über das Wochenende konstant blieb, wurden am Dienstag sieben weitere Fälle gemeldet, wovon vier Personen Mitglied der Reisegruppe waren. Die anderen drei Personen waren zwar nicht Mitglied in der Reisegruppe, aber ebenfalls im Skiurlaub in Südtirol. Sie befinden sich alle in häuslicher Isolation. Ihr Gesundheitszustand ist nach Angaben des Landratsamts stabil.

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Weitere Reisegruppe aus Balingen ist auf Zypern in Quarantäne

Eine 65-jährige deutsche Touristin ist Medienberichten zufolge auf Zypern positiv auf den Coronavirus getestet worden. Sie soll Teil einer 30-köpfigen Reisegruppe aus Balingen sein, die nun in einem Hotel in der Hafenstadt Famagusta unter Quarantäne steht. Wie mehrere internationale Medien übereinstimmend berichten, bestätigt der nordzyprische Gesundheitsminister Ali Pilli, dass die Frau Teil einer 30-köpfigen Reisegruppe aus Balingen war.

Testzentrum und Bürgertelefon

Das Deutsche Rote Kreuz betreibt am Balinger Krankenhaus ein Corona-Testzentrum, gibt das Landratsamt an. Ein Abstrich im Corona-Testzentrum sei grundsätzlich nur nach vorheriger Anmeldung möglich. Patienten werden von ihrem Hausarzt oder dem Gesundheitsamt dort angemeldet. Sie erhalten von der Untersuchungsstelle einen Termin für den Abstrich. Bis die Testergebnisse vorliegen und geklärt ist, ob eine Corona-Infektion vorliegt, sollten sich die Erkrankten krankschreiben lassen und sich zuhause isolieren, bitten die Behörden.

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Das medizinische Beratungsinteresse und die Verunsicherung in der Bevölkerung aufgrund der aktuellen Situation zum Coronavirus sind groß. Der Landkreis hat hierfür ein Bürgertelefon unter der Nummer 07433/92-1111 eingerichtet.