70 000 Einsatzstunden in 356 Familien: Seit seiner Gründung im Jahr 2008 hat der Nachbarschaftshilfe-Verein "Hilfe von Haus zu Haus" in Inzigkofen einiges bewegt. Zur Feier seines zehnjährigen Bestehens kamen über 150 Menschen im Inzigkofer Rathaus zusammen.

11 000 Einsatzstunden pro Jahr

Vorsitzende Hildegard Hellstern erinnerte an die Gründung des Vereins: Damals zählte die Nachbarschaftshilfe 35 Mitglieder und leistete im ersten Halbjahr 28 Einsatzstunden. Heute seien es 143 Mitglieder und 11 000 Einsatzstunden pro Jahr. Sie dankte allen Helfern, von denen derzeit 85 im Einsatz seien.

Aber auch ihrer Stellvertreterin Petra Keller sowie der Geschäftsführerin und Einsatzleiterin Brigitte Jeske galt ihr besonderer Dank. Jeske leite seit zehn Jahren engagiert und zuverlässig die Einsätze zum Wohle hilfebedürftiger Frauen und Männer in Inzigkofen, Vilsingen, Engelswies und auch in den Nachbargemeinden. Die Gründungsvorsitzende Wilma Stroppel und Karin Stüssi betreuen seit 2012 den Mittagstisch, der zweimal wöchentlich Essen anbietet und vor allem ein Treffpunkt in geselliger Atmosphäre sei.

Hilfe für Senioren im Fokus

Brigitte Jeske erzählte, dass von den 36 Helfern der ersten Stunde noch elf tätig seien. Seit 2008 habe der Verein in 356 Familien über 70 000 Einsatzstunden geleistet, davon rund 85 Prozent in der Betreuung und Begleitung von älteren Menschen. Damit erfülle der Verein den Wunsch vieler Senioren, den Lebensabend so lange wie möglich in den eigenen vier Wänden erleben zu können.

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Vereinsentwicklung als Erfolgsgeschichte

Das brachte auch Bürgermeister Bernd Gombold zum Ausdruck, der die Nachbarschaftshilfe mit bürgerschaftlichem Engagement vor Ort als eine Erfolgsgeschichte bezeichnete. Er dankte den Helfern für ihren Einsatz, den Partnern für die finanzielle Hilfe und dem Vorstand sowie der Einsatzleiterin für ihre unermüdliche Arbeit. Gombold appellierte aber auch an die Politik, dass diese wertvolle Arbeit nicht mit bürokratischen Maßnahmen erschwert werden dürfe. Dabei spielte er auf die vom Sozialministerium in Kraft gesetzte sogenannte Unterstützungsangebote–Verordnung an. Diese beinhaltet auch die Förderung ehrenamtlicher Strukturen sowie die Weiterentwicklung der Versorgungsstrukturen und -konzepte in den Kommunen.

Ein Wohlfühlabend für die Helfer

Maria Hensler, die schon vor der Gründung der Nachbarschaftshilfe die damals bestehende Arbeitsgruppe "Lebensqualität für Jung und Alt " mit ihrer Erfahrung unterstützt hatte, zeigte sich an diesem Abend besonders erfreut, dass sich nach einigen "Geburtswehen" ein so erfolgreicher Verein in Inzigkofen entwickelt habe. Als besonderes Geschenk hatte sie für die Helfer einen Scheck für einen Wohlfühlabend mitgebracht. Seine Anerkennung für die Arbeit des Nachbarschaftshilfe-Vereins drückte auch Pfarrer Michael Dulik für die Seelsorgeeinheit Laiz–Leibertingen aus.