Am 6. Mai soll das Seefreibad wieder öffnen. Ob das für den Kiosk auch gilt, das hängt davon ab, wie schnell die notwendigen Arbeiten erledigt werden können. Die benötigen Gelder hat der Gemeinderat in seiner jüngsten Sitzung bewilligt. "Der Kiosk ist in einem desolaten Zustand", berichtete Bürgermeister Jürgen Hoffmann. Der Bauauschuss habe einen Sachstandsbericht erhalten. Darin ist die Aussage der Aufsichtsbehörde unmissverständlich dargestellt: Es muss eine Edelstahlküche her, wie sie für Gastronomiebetriebe vorgeschrieben ist. In der Kürze der Zeit konnte die Verwaltung nur ein Angebot über 15 000 Euro einholen. Gemeinderat Josef Metzler (Freie Wähler) reagierte gereizt auf diese Informationen: "Es ist immer dasselbe Thema. Wir wissen seit Herbst, dass wir eine neue Küche brauchen." Laut Bürgermeister stimme das so nicht. Der bisherige Pächter des Kiosks habe die Küche mitgenommen. Im Mai wird die Unternehmergesellschaft PVM Service, die das Freibad von der Gemeinde gepachtet hat, auch den Kiosk übernehmen Für Gemeinderat Otto Lohr (Freie Wähler) war der Fall klar: "Es gibt keine Diskussion." Es würden Dinge gefordert, die man sowieso hätte machen müssen. Wenn man den Kiosk aufmachen wolle, dann müsse man das Geld in die Hand nehmen. Lohr schlug vor, das Gebäude komplett untersuchen zu lassen. Dann wisse man genau, ob zukünftig eine Sanierung oder ein Neubau ins Auge gefasst werden müsse. "Das haben wir schon vor einiger Zeit gemacht", stellte daraufhin Jürgen Hoffmann fest. Robert Erath von der Kämmerei prognostizierte, dass das Seefreibad in den nächsten Jahren Verluste von rund 100 000 Pro Jahr einfahren werde. Für Erath ist klar, dass man die Verluste auch hätte, wenn man das Bad in Eigenregie betreiben würde.