Wer hat schon mal die Gelegenheit, von Trainern angeleitet zu werden, die zu einem der besten Volleyballvereine Deutschlands gehören? Die Grundschulkinder aus Illmensee! Wenn es um Baggern und Pritschen geht, kennen sich die 27 Viertklässler mittlerweile aus. Unter dem Motto Volleyball macht Schule gestalteten zwei Trainer vom VfB Friedrichshafen den Sportunterricht, Simon Stegmann (32) und Ekkehard Bay (21). Das Projekt erstreckte sich über drei Doppelstunden – und machte den Schülern großen Spaß. „Am Anfang mochte ich es nicht so, aber jetzt finde ich Volleyball richtig toll“, sagt die zehnjährige Hanan. Ihre Freundin Hannah hat schon den Entschluss gefasst: „Ich möchte gerne weiterspielen!“ Über solche Reaktionen freut sich Projektleiter Stegmann natürlich besonders. „Die nächstgelegene Möglichkeit für Kinder aus Illmensee, an der Sportart dranzubleiben, bietet sich bei unserem Partnerverein, dem SSV Wilhelmsdorf.“

Im alltäglichen Schulsport der Grundschule spielt Volleyball keine Rolle. Fangen und Werfen wird hier bei Spielen wie „Ball über die Schnur“ oder Völkerball geübt. Der VfB Friedrichshafen möchte Kinder in Bewegung bringen und mit dem Projekt das Interesse an Volleyball wecken. „Volleyball ist eine reizvolle Sportart, allerdings nicht ganz so einfach „, sagt Stegmann, der schnell einen guten Draht zu den Kindern gefunden hat. „Wir finden, die vierte Klasse ist ein gutes Einstiegsalter.

“ Sportlehrerin Heike Baiker war beeindruckt:. „Wahnsinn, wie schnell die Kinder gelernt haben.“ Und in der Tat, als Stegmann nach der Aufwärmphase noch mal wiederholt, worauf es technisch beim Pritschen ankommt, sitzen die Antworten perfekt: Hände zum Dreieck über der Stirn, zu einem Körbchen formen und flinke Füße nicht vergessen. Flinke Füße? Amadeus klärt auf: „Nicht mit den Händen nach rechts oder links zum Ball, sondern mit dem ganzen Körper unter den Ball.“

Zum Abschluss wird am kommenden Freitag, 29. April, von 14 bis 17 Uhr, in Horgenzell ein großes Turnier der teilnehmenden Schulen veranstaltet.