Das Deutsche Rote Kreuz hat 2018 in Illmensee wieder ein einsatzstarkes Jahr hinter sich gebracht. Insgesamt wurden mit Einsätzen und Bereitschaft vom DRK-Ortsverein rund 1400 Stunden geleistet.

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Besonders sticht dabei die Gruppe der Helfer vor Ort (HVO) heraus. Sie rückten im vergangenen Jahr zu 165 Einsätzen aus. Im Jahr zuvor waren es 70 Einsätze weniger. Im aktuellen Jahr waren es bereits 50 Einsätze, wie der Leiter der HVO, Alfred Leberer, betonte. „Es hat sich grundsätzlich etwas geändert“, sagte er und zielte damit auf die vielen Einsatzfahrten außerhalb des eigenen Bereichs ab.

Bis zu fünf Minuten vor dem Notarzt vor Ort

Davon entfielen alleine auf Heiligenberg 40 und auf Deggenhausertal 30 Einsätze, sodass seinen Angaben zufolge insgesamt rund die Hälfte aller Fahrten auf Einsätze außerhalb des eigenen Kreises entfallen. „Wir können oftmals bis zu fünf Minuten vor dem Notarzt vor Ort sein – und das können wichtige Minuten sein“, so der Gruppenleiter. „Dies liegt neben der räumlichen Nähe auch daran, dass wir innerhalb von durchschnittlich drei Minuten ausrücken können“, erläuterte er weiter.

Politik und Krankenkassen gefragt

Vorsitzender Bernhard Stadler jedenfalls hält an seinem „Herzstück“, dem HVO, fest: „Die stetige Zunahme der Einsatzzahlen zeigt, dass dies notwendig ist.“ Josef Reiss, Gastredner der Pfullendorfer Rotkreuzgemeinde, betonte aber auch: „Wir haben Bedenken zu den Kosten, die wir bei uns selber tragen müssen. Da sind die Politik und die Krankenkassen gefragt.“ Im Gegensatz zum normalen Rettungsdienst zahlen die Krankenkassen nichts für Ersthelfer-Gruppen. Deshalb müssen diese von den jeweiligen Ortsvereinen finanziert werden. In Illmensee ermöglichen es Privatpersonen und Firmen mit ihren Spenden, den HVO-Dienst aufrechtzuerhalten.

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Auch dank der hohen Illmenseer Spendenbereitschaft konnte Kassiererin Judith Benz eine finanziell gut gepolsterte Kasse präsentieren. Dies ist aber auch notwendig, weil das Einsatzfahrzeug in Illmensee schon sehr in die Jahre gekommen ist und viele Kilometer auf der Tachoscheibe stehen. Eine Ersatzbeschaffung eines gebrauchten Fahrzeuges, das immer noch rund 40 000 Euro kosten wird, ist nicht mehr in allzu weiter Entfernung, meinte der Vorsitzende in der Versammlung.

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Eine kleine Erfolgsgeschichte ist auch die Nachwuchsarbeit des Vereins. Erst vor zwei Jahren hatte man sich dazu entschlossen, eine Jugendrotkreuz-Gruppe ins Leben zu rufen. Nun umfasst der Kader elf Kinder und Jugendliche im Alter von sech bis 13 Jahren, wie Karline Brauer zu berichten wusste.

Langjährige Mitglieder werden geehrt

Obwohl die Ortsgruppe in Illmensee erst im Jahr 1995 gegründet wurde, konnte der Verein zwei Mitglieder (Maria-Luise und Alfred Leberer) für 50 Jahre und ein Mitglied (Hubert Fetscher) für 30 Jahre Mitgliedschaft beim Deutschen Roten Kreuz ehren.

„Ich möchte auf jeden Fall dabeibleiben“

Aileen Hofmeister aus Volzen ist beim DRK-Ortsverein mit ihren zwölf Jahren die jüngste Nachwuchshoffnung des Vereins.

Warum hast du dich gerade für das DRK entschieden?

In aller erster Linie, weil mein Papa schon lange dabei ist. Dann wollte ich mal reingucken – und es hat mir Spaß gemacht. So bin ich dabeigeblieben und das jetzt schon zwei Jahre lang.

Was gefällt dir denn besonders beim DRK?

Besonders gut gefallen mir die Ausflüge – wie zum Beispiel nach Wilhelmsdorf. Mit den dortigen Jugendgruppen machen wir dann gemeinsame Übungsstunden. Zudem sind viele Übungen ganz lustig, etwa wenn wir Verbände anlegen. Da haben wir mal unseren Gruppenleiter eingewickelt.

Hast du auch schon Pläne für die Zukunft gemacht?

Ich möchte auf jeden Fall dabeibleiben und später dann bei den Großen dabei sein.