Petrus hatte es wieder einmal gut gemeint mit den Veranstaltern der Mountainbike-Challenge. Es waren rund 250 Teilnehmer am Start, was der Rekordbeteiligung des vergangenen Jahres entsprach. „Wir haben einen festen Stamm von etwa 70 Prozent an Teilnehmern, die jedes Jahr zu uns kommen“, erklärte Ulrich Knobel. Er ist einer aus dem sechsköpfigen Organisationsteam des Illmenseer Sportvereins. „Vor allem die familiäre Atmosphäre ist einer unserer wichtigsten Anziehungspunkte und die Fahrer freuen sich auf unsere Veranstaltung“, führte er weiter aus. Bei größeren Veranstaltungen mit bis zu 1 000 Fahrern ist das etwas anders. „Und so haben schon spontan einige der Teilnehmer ihr Kommen im nächsten Jahr bereits angekündigt“, freute sich Knobel. Auch hat sich das Einzugsgebiet der hiesigen Challenge spürbar vergrößert. Neben Teilnehmern aus dem Ort und der näheren Region waren auch Gäste aus dem Schwarzwald, der Schweiz und Österreich am Start zu finden.

Im Start- und Zielbereich herrscht wenige Minuten vor dem Start bereits ein großer Andrang. Alles fieberte dem Kräftemessen entgegen. Bild: Ewald Schlegel
Im Start- und Zielbereich herrscht wenige Minuten vor dem Start bereits ein großer Andrang. Alles fieberte dem Kräftemessen entgegen. | Bild: Ewald Schlegel

Die Strecke, eine Runde ist 15 Kilometer lang, stellt an die Fahrer keine übermäßigen technischen Ansprüche. Aber an die Ausdauer werden einige Herausforderungen geknüpft. Die meisten Kilometer des Rundkurses wurden auf Schotter- oder Waldwegen absolviert und waren fahrtechnisch gut zu bewältigen. Im Hauptrennen musste sie drei Mal absolviert werden. Auf der Runde gab es dann einige kraftzehrende Anstiege. Gerade am sogenannten „Schweineberg“ sieht man den Teilnehmern die Anstrengung schon an. Die Anfänger mussten sich diesen Anstieg hochkämpfen, während den Profis diese Hürde sichtlich leichter fiel.

Schon wenige Meter nach dem Start ging es in großem Tempo durch die Straßen von Illmensee. Die Zuschauer konnten die spannenden Rennen hautnah miterleben. Bild: Ewald Schlegel
Schon wenige Meter nach dem Start ging es in großem Tempo durch die Straßen von Illmensee. Die Zuschauer konnten die spannenden Rennen hautnah miterleben. | Bild: Ewald Schlegel

Viele der Teilnehmer haben sich ehrgeizige Ziele gesetzt und im Vorfeld schon fleißig trainiert, berichtete der Veranstalter. Viel Kondition und Konzentration konnten die Fahrer dann auch kurz vor der Hälfte der Runde gebrauchen. Hier gab es eine rasante Abfahrt und fahrerisches Können war gefragt. Untrainierte Teilnehmer haben hier schon eher mal ihre Bremsen eingesetzt, was letztlich auch viel Zeit gekostet hatte. Nach rund einer halben Stunde war dann eine Schleife rund um den Illmensee gemeistert. Dazu mussten die Durchfahrtsstraße durch Illmensee und die Durchfahrt durch Illwangen teilweise gesperrt und von Vereinsmitglieder während des Rennens überwacht werden.

Ein großer Teil der Strecken führte über naturnahe Wald- und Wiesenwege. Für einen echten Moutainbiker ist das aber keine Problem. Schließlich sind Rennmaschinen dafür gebaut. Bild: Robert Reschke
Ein großer Teil der Strecken führte über naturnahe Wald- und Wiesenwege. Für einen echten Moutainbiker ist das aber keine Problem. Schließlich sind Rennmaschinen dafür gebaut. | Bild: Robert Reschke

Am Samstag wurden die Wettbewerbe in zwei Kategorien aufgeteilt. Bei der Kurzdistanz über 15 Kilometer war eine Höhendifferenz von 300 Metern zu bewältigen. Hier fanden sich dann auch zahlreiche Fahrer aus der Gemeinde ein. Insgesamt beendeten 93 Teilnehmer diese kurze Strecke. Nicht alle Fahrer hielten auch bis zum Ende durch. Als Schnellster setzte sich hier übrigens der Lokalmatador Andreas Jäger vom SV Illmensee durch, der rund 31 Minuten für diese Runde benötigte. Danach startete das Hauptrennen. Hier musste die Schleife insgesamt drei Mal gefahren werden. Dabei fanden sich auch wieder einige Fahrer wie Luisa Daubermann ein, die auf deutscher Ebene schon erfolgreich war. Diese Strecke von insgesamt 45 Kilometer beendeten schlussendlich 147 Fahrer und Fahrerinnen. Auch im Nachwuchsbereich zeigt sich der positive Trend. Mit knapp 15 Teilnehmern im Alter von 10 bis 13 Jahren konnte der Veranstalter einen leichten Anstieg der Teilnehmerzahl vermelden.

Die Fahrer haben den ersten Anstieg erreicht. Dem einen oder anderen ist die Anstrengung schon etwas anzusehen.
Die Fahrer haben den ersten Anstieg erreicht. Dem einen oder anderen ist die Anstrengung schon etwas anzusehen.

Es lockten wieder attraktive Preise für die Gewinner. Zusätzlich wurde unter allen Teilnehmern ein Fahrrad verlost. Jeder Starter erhielt eine Fünf-Liter-Saftbox als Willkommenstrunk überreicht. Da die Sportler mit Transpondern ausgerüstet waren, konnten sich die Teilnehmer und Zuschauer an der Drei-Seen-Halle per elektronischer Zeitmessung über das Renngeschehen informieren.