Mit einem spannungsgeladenen Spieleabend hat das Seefest des Musikvereins seinen Höhepunkt erreicht. Gut drei Stunden mussten verschiedene Teams aus fünf lokalen Vereinen Wissen und Geschicklichkeit beweisen. Angetreten waren Frauen, Männer, Jugendliche und Kinder aus der Landjugend, dem katholischen Kirchenchor, der Bereitschaft des Deutschen Roten Kreuzes (DRK), dem Sportverein und dem Narrenverein Wasserspucker.

Den Auftakt zum Seefest, das bereits zum 52. Mal viele Besucher an den idyllischen und sagenumwobenen See lockte, gab am Samstagabend eine Partyveranstaltung mit Bands und Discjockey. Im Außenbereich des Festzelts mussten wegen des Besucherandrangs zusätzlich Tische und Bänke aufgestellt werden. Nach dem Gottesdienst am Sonntagmorgen unterhielten die Musikvereine aus Oberschmeien und aus Wilpoltsweiler das Publikum zu Frühschoppen, Mittagessen und Kaffeetafel.

Auch einen Holzsägewettbewerb gab es beim Seefest.
Auch einen Holzsägewettbewerb gab es beim Seefest. | Bild: Reinhard Rapp

Nahezu auf die Sekunde pünktlich eröffnete Deborah Weber, Vorsitzende des ausrichtenden Musikvereins, die im Turnus von drei Jahren stattfindenden Seefestspiele mit Show und Unterhaltung. Als Moderatoren führten Patrick Mayer und Daniel Muffler durchs Programm. Aus den Reihen des eigenen Teams musste die Zeit geschätzt werden, die ein Kollege zum Durchsägen eines Rundholzes benötigt. Dasselbe galt für eine Anzahl an Klimmzügen und das Erinnern von Bildern. Hier erreichte der Narrenverein die höchste Punktzahl. Richtig spannend wurde es danach in der Zeltmitte. Möglichst viele leere Bierkisten waren horizontal aneinander zu reihen. Der Sportverein führte hier mit zwei Kisten vor der Konkurrenz. Die meisten Antworten auf Fragen nach kurzer Vorgeschichte konnte der Narrenverein beantworten.

Pünktlich gibt die erst vor wenigen Monaten zur Vorsitzenden des Musikvereins gewählte Deborah Weber die Bühne frei für die Seefestspiele.
Pünktlich gibt die erst vor wenigen Monaten zur Vorsitzenden des Musikvereins gewählte Deborah Weber die Bühne frei für die Seefestspiele. | Bild: Reinhard Rapp

Während einer kurzen Pause zeigten die Weiherhof-Musikanten aus Bavendorf und Umgebung, was sie als Dutzend versierte Instrumentalisten zu bieten haben. Auch beim Sahneschlagen bewiesen die Narren ihr Geschick. Nichts tropfte aus dem umgestülpten Topf. Klare Favoriten im Teilen von Gegenständen waren die Frauen des Kirchenchors. Mit dem Löffel im Mund möglichst viel Mehl zu transportieren und damit Gläser zu befüllen, das schafften erneut die Narren. Sie führten auch die Ergebnisliste beim Erraten von kurz angespielten Liedern an.

Bedächtig zielt Jugendrotkreuzler Fabian mit dem vollen Löffel auf das Glas.
Bedächtig zielt Jugendrotkreuzler Fabian mit dem vollen Löffel auf das Glas. | Bild: Reinhard Rapp

Gespannt wartete das Publikum auf die Bekanntgabe der Endergebnisse. Den Wanderpokal nahm der Narrenverein entgegen und für die anderen Vereine gab es Trostpreise.

Mit einem Feierabendhock im Festzelt, zu dem die Musikvereine Nußdorf und Unterwaldhausen unterhielten, ging das Seefest am gestrigen Montag zu Ende.