Zehn Besucher der zusätzlichen Gemeinderatssitzung in Illmensee verfolgten eine überwiegend sachbezogene Diskussion zu den zwölf Tagesordnungspunkten. Allerdings sorgte der Meinungsaustausch über die Drei-Seen-Halle für gemischte Ansichten und in deren Folge für einige Vertagungen von Entscheidungen. Einig ist man sich in der Sache, dass die Erhöhung der Besucherzahlen auf 1000 Personen gewünscht ist. Da aber die dafür notwendigen Sanierungsarbeiten nach den brandschutztechnischen Vorgaben erfolgen sollen, benötigt die Gemeinde ein Brandschutzgutachten. Die Verwaltung stellte zunächst den Antrag, dass der Gemeinderat dem Bauplan zustimmt, und dass die Verwaltung nach Vorliegen des Brandschutzkonzepts diesen an die Baurechtsbehörde einreicht.

Lohr: Zuerst Gutachten abwarten

Otto Lohr stellte den Antrag, dass dieser Beschluss vertagt wird, bis ein Brandschutzgutachten vorliegt. Bürgermeister Jürgen Lasser meinte dagegen: "Ein Brandschutzgutachten zum jetzigen Zeitpunkt ist nicht zielführend, da dies nur auf der Basis des jetzt bestehenden Bauzustands erstellt würde." Jörg Erlenspiel, Wolfgang Treß und Bernhard Beck hingegen sehen hier die Architektenleistung ausreichend, welche die Brandschutzbestimmungen in ihren Planungen berücksichtigen werden. Bei der Abstimmung wurde die Zustimmung des Gemeinderats für den Bauplan auf Grund des Antrags von Otto Lohr erst einmal vertagt. Entsprechend wurde auch der Antrag auf die Vergabe der brandschutztechnischen Sanierungsleistungen vertagt. Hingegen wurde die Verwaltung ermächtigt, das Ingenieurbüro Riesener in Balingen zu beauftragen, eine brandschutztechnische Nachweisführung hinsichtlich des Rettungswegkonzeptes zu erstellen.

Arbeiten an Grundschule eilen

Auch für die Grundschule sind Brandschutzmaßnahmen erforderlich. Allerdings konnte die Verwaltung noch keine verbindlichen Beträge dafür nennen. Kämmerer Michael Sonntag meinte, dass ein Betrag zwischen 4500 bis 5000 Euro ausreichen müsste. Jörg Erlenspiel sagte dazu: "Grundsätzlich bin ich für diesen Antrag, aber eine Zustimmung ohne ein Limit für die Ausgaben behagt mir nicht. Gerne könne man einen Betrag von 5000 oder 8000 Euro einsetzen, dann habe man ein Limit. Michael Sonntag und Jürgen Hoffmann gaben zu bedenken, dass man sich hier nicht einschränken sollte. Der genehmigte Betrag könnte theoretisch vielleicht nicht ausreichen und damit könnten in der Folge die notwendigen Arbeiten nicht vollständig ausgeführt werden. Sollten die Brandschutzbestimmungen nicht erfüllt werden, so Michael Sonntag, müsse man mit einer Nutzungsuntersagung der Schulräume rechnen. Diese Maßnahmen müssten bis zum Beginn des neuen Schuljahrs unbedingt umgesetzt werden müssen. Diesen Auftrag gab der Gemeinderat der Verwaltung.