Hohentengen – Seit vielen Jahren ermöglicht der Verein „Zukunft für Ritschow“ Erholungsaufenthalte für Kinder aus Gomel in Weißrussland, einer bis heute strahlenverseuchten Region in Osteuropa. Auch in diesem Jahr kamen sie in die Gemeinde Hohentengen, um hier einen abwechslungsreichen Tag zu genießen.

Vier Wochen weilen die 49 Kinder aus Weißrussland im Alter von acht bis 18 Jahren zusammen mit ihren vier Betreuerinnen im Landkreis, um in unbelasteter Umgebung aufzutanken und ihr Immunsystem zu entlasten. Bis zum 13. August dauert der Besuch in den Gastfamilien in Triberg, Donaueschingen und im Landkreis Waldshut von Wehr bis Jestetten. Auch in Hohentengen fanden Kinder Aufnahme.

Seit 2005 organisiert Hedi Müller aus Albbruck-Birndorf, Vorsitzende des 2007 gegründeten Vereins „Zukunft für Ritschow“, die Aufenthalte und wird dabei von Vorstandskollegen und Mitgliedern unterstützt.

„Mittlerweile ist ungefähr die Hälfte der Gasteltern russisch-sprachig. Das ist für die Kinder natürlich besonders schön“, freut sie sich, dass zunehmend auch aus Russland stammende Deutsche, Kinder bei sich aufnehmen.

Das Programm während des Ferienaufenthaltes ist vielfältig, da wird gebastelt und getanzt, eine Rheinschifffahrt unternommen, eine Imkerei besucht und ein bunter Familiennachmittag mit den Gasteltern im Musikerheim in Buch veranstaltet. „Ein schönes Angebot und sehr beliebt ist immer der Tag in Hohentengen“, sagt Hedi Müller, ein ganz besonderes Geschenk für die Kinder sind die kostenlosen Behandlungen durch Zahnärzte, an denen sich auch der Hohentengener Zahnarzt Siamak Naeini beteiligte. Denn nicht alle können sich eine Behandlung in ihrer Heimat leisten.

An der Guggenmühle trafen sich Kinder und Betreuer, um von dort aus zum Lienheimer Schwimmbad zu wandern. Den Eintritt übernimmt immer die Gemeinde. Nach ausgelassenem Badevergnügem gab es ein gemeinsames Abendessen, spendiert von Rosi und Stefan Drayer.

„Die Erholungsaufenthalte sind nur ein Projekt unseres Vereins. Wir investieren auch in die Verbesserung der Infrastruktur vor Ort, in Schulen, Krankenhäuser, Kindergärten und haben ein Ausbildungsförderungsprogramm mit Patenschaften ermöglicht“, beschreibt Hedi Müller die ehrenamtliche Arbeit.

Informationen im Internetwww.ritschow.de