Weil auch immer wieder Vereine und rivate Organisationen bei der Gemeinde an, auf dem Rathausplatz ein Fest zu veranstalten, sah die Gemeindeverwaltung die Notwendigkeit, dieses Thema im Gemeinderates öffentlich zu diskutieren. Mit einem Grundsatzbeschluss wurde klargestellt, dass die bereits bestehenden Feiern auf dem Platz einen festen Bestandsschutz genießen und im Jahr maximal zwei weitere Feste genehmigt werden können.

Diese Feste müssen bei der Gemeinde beantragt werden, wer zuerst den Antrag stellt, kommt zum Zuge. Es werden jedoch nur ortsansässige Vereine berücksichtigt und keine privaten Veranstaltungen. Außerdem wird eine Schankgenehmigung nur bis ein Uhr in der Nacht erteilt. "Die Anwohner haben sehr viel Verständnis für das Feiern auf dem Platz und sind sehr geduldig", sagte Bürgermeister Martin Benz und ergänzte: "Aber dennoch muss sich das Ganze in Grenzen halten."

Übers Jahr gibt es zwischen fünf bis zehn Anfragen von feierwilligen Vereinen und Organisationen, die auch noch gerne nach 22 Uhr auf dem Platz fröhlichen Festbetrieb betreiben möchten. Würden diese Anfragen alle genehmigt werden, gäbe es an jedem Wochenende im Sommer ein Fest auf dem Rathausplatz.

Eine fest verankerte Genehmigung hat das zweitägige Hohentengener Weinfest, wobei das Auf- und Abbauen meist nochmal zwei bis vier Tage mit Umtrieb in Anspruch nimmt. Außerdem finden zwei Platzkonzerte statt, zwei Filmnächte, der Weihnachtsmarkt und natürlich die Fasnacht.

Der Gemeinderat Hohentengen entschied sich einstimmig entschieden, nur zwei weitere Veranstaltungen zu genehmigen, welche das sind, richtet sich nach dem Zeitpunkt der Beantragung. Wer also schnell ist, hat die größten Chancen.