Blutspendetermin in Hohentengen. Gut, dass es regnet, denn dann kommen in der Urlaubszeit mehr Spendenwillige als an heißen Tagen. In den Sommermonaten ist der DRK-Blutspendedienst besonders froh um jeden Spender, um die Vorräte für Notfälle, Unfälle und Operationen in ausreichender Zahl zur Verfügung stellen zu können. 137 Spendenwillige waren es am Dienstag, 14 spendeten zum ersten Mal. Eine erfreuliche Beteiligung.

Dreimal im Jahr führen die DRK-Ortsvereine Hohentengen und Küssaberg in Zusammenarbeit mit dem DRK-Blutspendedienst Baden-Württemberg-Hessen einen Blutspendetermin durch, dieses Mal in Hohentengen. Große Routine haben die 14 Mitglieder des Ortsvereins, die von freiwilligen Helfern und bei Bedarf von Helfern anderer Ortsvereine unterstützt werden. Im Vorfeld wurden die Transparente und Werbeplakate aufgehängt.

<strong>Schnippeln:</strong> Elisabeth Mülhaupt vom Ortsverein Hohentengen richtet das Salatbüffet für die mehr als 100 Blutspender.
Schnippeln: Elisabeth Mülhaupt vom Ortsverein Hohentengen richtet das Salatbüffet für die mehr als 100 Blutspender.

Am Tag vor dem Spendentermin hat bereits das Küchenteam Einsatz: Einkaufen, Salate vorbereiten, Kuchen backen. Am Blutspendetag geht es um 9 Uhr los, um alles für das Büffet zu richten. Es gibt Salate, Gulasch mit Spätzle den traditionellen Wurstsalat, Kaffee, Kuchen und Getränke in reicher Auswahl. Denn wer gespendet hat, der darf sich ausgiebig stärken.

<strong>Gut ausgestattet:</strong> Mit einem großen Laster bringt der DRK-Blutspendedienst Baden-Württemberg-Hessen die für die Blutspendeaktion benötigte Ausstattung mit. Im Handumdrehen ist mit Unterstützung des Ortsvereins alles aufgebaut. Bilder: Sabine Gems-Thoma
Gut ausgestattet: Mit einem großen Laster bringt der DRK-Blutspendedienst Baden-Württemberg-Hessen die für die Blutspendeaktion benötigte Ausstattung mit. Im Handumdrehen ist mit Unterstützung des Ortsvereins alles aufgebaut. Bilder: Sabine Gems-Thoma

Um 13 Uhr kommen weitere Helfer, stellen Tische, Stühle und Trennwände auf, damit alles vorbereitet ist, wenn der große DRK-Laster und das Team des Blutspendedienstes mit sämtlichem Equipment gegen 13.30 Uhr aus Hochemmingen ankommen. Jeden Tag sind sie unterwegs, um sicherzustellen, dass immer genügend Blutkonserven zur Verfügung stehen.

<strong>Genau dokumentiert:</strong> Bei der Anmeldung in Hohentengen werden die Daten der Blutspender elektronisch erfasst.
Genau dokumentiert: Bei der Anmeldung in Hohentengen werden die Daten der Blutspender elektronisch erfasst.

Rasch werden die Container abgeladen, von der Liege über Kanülen bis zum Computer für die Anmeldung, alles wird mitgebracht, jeder Handgriff sitzt. Nur eine halbe Stunde, dann ist alles fertig. Schon vor 14.30 Uhr kommen die ersten Spender. Anmeldung, Fragebogen zum Gesundheitszustand ausfüllen, ärztliches Gespräch, dann die Entnahme eines Bluttropfens zur Eisenwertbestimmung.

Alles wird genauestens dokumentiert. Wenn alles passt, kann es losgehen. An der Liege entnehmen die medizinischen Fachkräfte des Blutspendedienstes routiniert drei Laborröhrchen Blut für spezielle Untersuchungen im Zentrallabor und 500 Milliliter Blut zur Spende. Das dauert in der Regel zehn Minuten.

Mit großer Routine ist die Mehrzweckhalle im Handumdrehen für die Blutspendeaktion mit Labor, Spenden- und Ruhebereich sowie Verpflegungsplätzen ausgestattet. Ruhig und gelassen wird alles abgewickelt. .Bild: Sabine Gems-Thoma
Mit großer Routine ist die Mehrzweckhalle im Handumdrehen für die Blutspendeaktion mit Labor, Spenden- und Ruhebereich sowie Verpflegungsplätzen ausgestattet. Ruhig und gelassen wird alles abgewickelt. .Bild: Sabine Gems-Thoma

Die Helfer des Ortsvereins betreuen die Spender und führen sie von der Liege zum Ruhebereich. Nach einigen Minuten Pause kann sich jeder am feinen Büffet stärken. Etwa eine Stunde, je nach Wartezeit an den Stationen, muss man für die Blutspende einplanen, Erstspender wegen des ausführlicheren Aufklärungsgespräches eine Viertelstunde mehr. Andreas Rutschmann ist zum 9. Mal dabei. „Bei der Bundeswehr mussten wir spenden. Ich bin dann dabei geblieben, weil es eine gute Sache ist und gehe ein bis zweimal im Jahr“, sagt er. Gut 250 Einsatzstunden kommen bei den 20 Helfern zusammen, bis die Blutspendeaktion abgewickelt ist, schätzt Stefan Scheuble vom Leitungsteam des Ortsvereins Hohentengen. „Wir sind sehr zufrieden mit der Spenderzahl. Trotz Ferien war die Resonanz gut.“ Am 5. Dezember ist Blutspendentermin in Küssaberg-Rheinheim.

Auch das feine, reichhaltige Büffet wird vom DRK-Ortsverein Hohentengen, unterstützt von freiwilligen Helferinnen, bereitgestellt. Von links Monika Burkhard (DRK Hohentengen), Helferin Doris Scheuble, Rosmarie Morath (Ortsverein Küssaberg), "Küchenchefs" Renate Reinhart und Elisabeth Mülhaupt (DRK Hohentengen). Bild: Sabine Gems-Thoma
Auch das feine, reichhaltige Büffet wird vom DRK-Ortsverein Hohentengen, unterstützt von freiwilligen Helferinnen, bereitgestellt. Von links Monika Burkhard (DRK Hohentengen), Helferin Doris Scheuble, Rosmarie Morath (Ortsverein Küssaberg), "Küchenchefs" Renate Reinhart und Elisabeth Mülhaupt (DRK Hohentengen). Bild: Sabine Gems-Thoma

10 000 Menschen spenden Blut

  • 137 Spender kamen zur Blutspendeaktion in Hohentengen, davon 14 Erstspender.
  • Insgesamt gab es 2016 im Landkreis Waldshut an 63 Terminen der Kreisverbände Waldshut, Bad Säckingen und Hochschwarzwald 10 296 Spendenwillige, davon knapp 600 Erstspender.
  • Nächster Spendentermin ist am Freitag, 11. August, im Haus des Gastes in Höchenschwand.
  • Zwischen zwei Spenden müssen mindestens 56 Tage liegen, Männer dürfen sechs, Frauen vier Mal im Jahr Blut spenden.
  • Spenden können gesunde Menschen von 18 bis 72 Jahren, Erstspender bis 65 Jahre.
Mehr zur Blutspende im Internet: www.blutspende.de