Der entstandene Schaden wird von den Beamten auf nahezu eine Million Euro geschätzt. In dem denkmalgeschützten Gebäude, einem ehemaligen Bauernhaus, hatten sich eine Garten- und Landschaftsbau-Firma sowie eine Zimmerei befunden. Nach Angaben der Feuerwehr Mengen ging der Brand von einer Maschinenhalle aus.

Eine Zeugin, die beim Heimgehen auf das Feuer aufmerksam geworden war und kurz darauf bereits Flammen aus dem Dach hatte schlagen sehen, hatte die Einsatzkräfte zu Hilfe gerufen. Bis zum Eintreffen der rasch angerückten Feuerwehr Hohentengen stand das Gebäude bereits in Vollbrand. Unter der Mithilfe der Feuerwehren aus Bad Saulgau, Herbertingen und Mengen gelang es, ein Übergreifen der Flammen auf angrenzende Wohngebäude zu verhindern. "Aufgrund des starken Windes und der hohen Flammen drohte das Feuer durch Wärmestrahlung und Funkenflug auf zwei benachbarte Wohngebäude überzugreifen. Durch einen massiven Löscheinsatz und mehrere Riegelstellungen konnte das Übergreifen des Feuers verhindert werden", teilte die Mengener Feuerwehr mit. Ein benachbartes Haus wurde wegen der starken Hitzeeinwirkung jedoch in Mitleidenschaft gezogen. 

Die Feuewehr war mit einem Großaufgebot im Einsatz.
Die Feuewehr war mit einem Großaufgebot im Einsatz. | Bild: Feuerwehr

Insgesamt rund 135 Einsatzkräfte waren zur Spitzenzeit vor Ort, inklusive Polizei und DRK. "Der gemeinsame Löscheinsatz, unter anderem über zwei Drehleitern und zwei Wasserwerfer, zeigte nach und nach Erfolg, sodass der Brand eingedämmt werden konnte", erklärte die Feuerwehr Mengen. Zug um Zug konnten somit die Feuerwehren aus der Umgebung von Hohentengen entlassen werden. Eine Brandwache blieb allerdings noch vor Ort, um Glutnester zu bekämpfen. Bewohner und Einsatzkräfte wurden bei dem Feuer nicht verletzt, wie die Polizei berichtete. Die Ermittlungen zur Brandursache sind unmittelbar angelaufen. Für die Dauer der Einsatzmaßnahmen musste die Ortsdurchfahrt gesperrt werden. Eine Umleitung wurde durch die Straßenmeisterei eingerichtet.