Mehr als zufrieden äußerten sich die Verantwortlichen der Oldtimerfreunde Göge über Verlauf und Erfolg des Oldtimertreffens am vergangenen Sonntag auf dem Ehoch4-Areal, der ehemaligen Oberschwabenkaserne. Allen Wettervorhersagen zum Trotz zeigte sich ab dem späten Vormittag die Sonne. Nass wurden eigentlich nur die, die am Samstag angereist kamen und auf dem Gelände ihr Nachtlager aufgeschlagen hatten.

Mag sich mancher Eigentümer eines betagten Vehikels, der ursprünglich sein Lieblingsgefährt zur Schau stellen wollte, auf die Wetterfrösche verlassen haben und deshalb nicht gekommen war, es tat dem Treffen keinen Abbruch. Mehr als 400 Fahrer der Traktoren, Bulldoggs, Motorräder, Motorroller, Mopeds, Unimogs, Personenwagen vieler Hersteller, die teilweise nicht mehr existieren, haben sich bei den Veranstaltern gemeldet. Wieviele einfach dazukamen, ohne sich registrieren zu lassen, war nicht festzustellen. Bis in die Nachmittagsstunden war ständig Ein- und Ausfahrtsbewegung auf der Ringstraße des ehemaligen Fliegerhorsts. Geschätzt haben mehr als 3000 Personen das Oldtimertreffen für einen Sonntagsausflug genutzt, zumal ein reichhaltiges Gastronomieangebot auf dem Platz vor der Fliegerhalle angeboten war. Zum Frühschoppen und Mittagessen spielte die Musikkapelle Rulfingen schmissige Klänge. Stark vom Publikum umringt, schwangen die „Wild Country Line Dancers“ aus Ostrach ihre Beine und Hüften. Guter Brauch ist die Einbindung der Kirche. Pfarrvikar Pater Faustine Assenga sprach ein Segensgebet und ließ sich danach, auf einem Traktor stehend, an den zu beiden Seiten der Straße stehenden Reihen der Fahrzeuge entlangfahren, um den Segen symbolisch mit dem Austeilen von Weihwasser zu überbringen.

 

Nahezu alle gängigen Hersteller waren unter den Traktoren auszumachen. Vom schweren LANZ-Bulldogg bis zum 11-PS-Bautz aus Saulgau, aufwändig und liebevoll restauriert oder der Instandsetzung harrend, zogen die Zuschauer zum Fachsimpeln an. Um jedes Zwei- oder Vierrad bildeten sich kleine Ansammlungen. Besonderes Aufsehen erregten ein Ford aus dem Jahr 1915. Mit einem Dreilitermotor und 20 PS bringt er es laut Angabe auf 70 km/h. Auch die beiden schweren amerikanischen Vehikel zogen Schaulustige in Scharen an. Auf keiner Oldtimerschau fehlt Richard Metz aus Ertingen mit seiner großen Glocke auf dem Anhänger. Jede Stunde schlägt er an. Wer will, der darf auch selbst mal an den Glockenstrang.

Das frühere Kasernengelände bezeichnet Manfred Seifried vom ausrichtenden Verein als Glücksfall für das Oldtimertreffen. Mit seinen Mitgliedern ist er Ehoch4-Geschäftsführer Jürgen Gaugel mehr als dankbar und freut sich auf das nächste Mal in zwei Jahren.

Oldtimerfreunde

Johannes Müller und Manfred Seifried, beides begeisterte Oldtimerfans, haben sich vor zwölf Jahren entschlossen, ihre Schätze beim Maimarkt in Hohentengen der Öffentlichkeit zu zeigen. Gleichgesinnte haben einen eingetragenen Verein gegründet, die Oldtimerfreunde Göge. Im Turnus von zwei Jahren lädt der Verein zum Treffen ein, sie fahren auch zu Treffen anderer Fanclubs im In- und Ausland. Kontaktadresse: Johannes Müller, Raunsgasse 2, 88367 Hohentengen-Günzkofen, Telefon 0 75 72/71 14 28, im Internet: www.oldtimerfreunde-goege.de