„In meinen ganzen Jagdjahren habe ich noch nie eine so grausame Situation vorgefunden“, schildert Jagdpächter Udo Stocker im SÜDKURIER-Gespräch einen Vorfall, der sich am vergangenen Sonntag ereignet hat und ihn intensiv beschäftigt: „Ich wurde gegen 12 Uhr von der Polizei Pfullendorf angerufen, dass ich bitte sofort an den Sielmann-Rundweg bei der Lehmgrube Großschönach fahren soll. Dort habe ein wildernder Hund ein Reh in einen Zaun gejagt und mache sich nun über das Tier her.“

„Hinterteil war aufgerissen“

Schnell war Jagdpächter Stocker, der in dem Areal seit dem Jahr 2013 jagt, vor Ort und ihm bot sich ein Bild des Grauens. Im Zaun hing ein totes Rehkitz, das Hinterteil aufgerissen. Spaziergänger hatten die Hatz des Hundes beobachtet und berichteten Stocker, dass der Hund in Richtung Taisersdorf geflüchtet war. Wenige Minuten später traf auch die Polizei ein, und nach den Beschreibungen der Spaziergänger konnten die Beamten den Hund beziehungsweise dessen Standort lokalisieren. Udo Stocker erstattete Anzeige gegen Unbekannt.

Appell an Hundehalter, ihre Tiere nur angeleint auszuführen

Eindringlich appelliert der Jagdpächter an alle Hundehalter, ihre Tiere nur angeleint auszuführen. Denn allein an diesem Sonntagmorgen hat er nach eigenen Angaben gleich drei Hundebesitzer beim Rundgang durch das Revier gesehen, die ihre Tiere nicht angeleint hatten. „Mir ist sehr bewusst, dass jeder Hundebesitzer davon überzeugt ist, dass sein Hund so etwas nie macht“, weist Stocker auf die Verantwortung der Halter hin.

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