Die Umgestaltung des Voglerhofareals im Rahmen des Seniorenkonzepts der Gemeinde-Herdwangen-Schönach nimmt immer mehr konkrete Formen an. Wie Bürgermeister Ralph Gerster am Dienstagabend den Gemeinderäten mitteilte, sei das Baugesuch für die Seniorenwohnanlage eingereicht worden und die Gemeinde habe die Bestätigung vom Baurechtsamt in Pfullendorf erhalten, dass die Unterlagen vollständig seien. „Innerhalb der nächsten beiden Monate sollten wir Bescheid bekommen, ob das Baugesuch genehmigt wird“, schilderte Gerster den Zeitplan.

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Derweil begann das Gremium mit der Ausgestaltung der Pläne für die neue Gemeinschaftseinrichtung, die sich auf dem Areal im Bereich direkt an der Straße befinden wird. Hier stellte Helmut Hagmüller vom Architekturbüro Schaudt einen Entwurf vor, bei dem das Gebäude im Erdgeschoss einen rund 95 Quadratmeter großen Saal, im Dachgeschoss einen kleineren Multifunktionsraum beherbergen soll.

Das ehemalige landwirtschaftliche Anwesen Vogler gegenüber dem Rathaus vor dem Abriss. Es umfasst rund 3400 Quadratmeter. Hier soll das neue Seniorenzentrum entstehen.
Das ehemalige landwirtschaftliche Anwesen Vogler gegenüber dem Rathaus vor dem Abriss. Es umfasst rund 3400 Quadratmeter. Hier soll das neue Seniorenzentrum entstehen. | Bild: Kirsten Johanson

Helmut Hagmüller sieht die beiden Räume als gute Ergänzung zum bisherigen Angebot in der Gemeinde Herdwangen-Schönach. Mit zwei großen Hallen, der Bundschuh- und der Ramsberghalle, ist der Bedarf an großen Sälen abgedeckt; die neue Mehrzweckeinrichtung schafft mit einem mittelgroßen und kleinerem Raumangebot Platz für Veranstaltungen, an denen keine Massen teilnehmen. Wie Bürgermeister Ralph Gerster erläuterte, könnte man sich dort etwa Vereinsveranstaltungen oder private Geburtstagsfeiern vorstellen. Ein genaues Konzept wird aber erst noch erarbeitet.

Zutritt über ein Foyer im Erdgeschoss

Im Erdgeschoss des Gebäudes sind neben dem größeren Saal auch ein Foyer, eine Küche, ein Büro und ein Abstellraum geplant. Außerdem soll es ein barrierefreies WC geben. Eine Treppe wird nach oben führen in den kleineren Saal. „Dieser soll aber auch von außen zugänglich sein. Deshalb haben wir einen Steg eingeplant, über den das Gebäude von Süden her betreten werden kann“, sagte Helmut Hagmüller. Auch im oberen Bereich ist eine Toilette vorgesehen. Das Gebäude soll in Holzständerbauweise errichtet werden. Der Aufbau geht zum einen schnell, zum anderen wird diese ökologische Bauweise vom Land gefördert.

Zustimmung im Gremium für den Entwurf

Viel Zustimmung gab es im Gremium für die Planung. „Ich finde den Entwurf sehr gelungen“, lobte Gemeinderat Peter Atzenhofer (Freie Wähler). Fraktionskollegin Melanie Boos sprach von einem „guten Raumgefühl“, das die Besucher in Räumen erwarte. Helmut Hagmüller hat viele Glas- und Fensterflächen eingeplant, sodass die Räume von morgens bis abends lichtdurchflutet sein werden. Frieder Kammerer (CDU) betonte, dass die Gemeinschaftseinrichtung an exponierter Stelle stehen werde. „Es wird ein Blickfang in der Dorfmitte“, sagte er. Deshalb begrüßte er, dass man sich für ein Satteldach mit einem schönen Giebel entschieden hatte.

Zweiter Entwurf wird nun ausgearbeitet

Helmut Hagmüller wird nun einen detaillierteren Entwurf ausarbeiten, der auch eine Kostenberechnung enthalten soll. Bis Ende des Jahres oder Januar soll ein Bauantrag fertig sein, der dann eingereicht werden kann.

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