Wie schnell jemanden eine Covid-19-Infektion einholen kann, erlebt Jörg Peter Schmidt aus Herdwangen-Schönach gerade persönlich. Ihm ist wichtig, in der aktuellen Diskussion um Impfpflicht und aufgrund der dramatisch steigenden Infektionszahlen der Heimatzeitung eine „Geschichte aus dem Leben, seines 2G-plus-Selbstversuchs“, wie er es nennt, zu erzählen. Denn Jörg Peter Schmidt erhielt kürzlich ein positives PCR-Ergebnis und befindet sich aufgrund seiner Covid-Erkrankung in häuslicher Quarantäne.

Bei seiner Tätigkeit infiziert

Der 59-jährige Schauspieler und Regisseur legt derzeit eine einjährige Veranstaltungspause ein und ist als „Hausmann für seine Frau“ da. Der Geimpfte hatte sich jüngst als Übungsleiter in einer Institution aufgehalten, in der täglich sehr viele ungeimpfte Menschen zusammenkommen, wie er berichtet. Als die Infektionszahlen in dieser Institution anstiegen, begann er, sich täglich selbst zu testen. Am vergangenen Mittwoch war sein PCR-Testergebnis dann positiv. Schmidt geht davon aus, dass er sich bei seiner Tätigkeit in dieser Institution infiziert hat. Glücklicherweise hatte der Geimpfte nur zwei Tage lang Erkältungssymptome.

Aus dieser Mühle herauskommen

Im Mai 2021 hatte Schmidt die Impfung mit dem Impfstoff von Johnson & Johnson erhalten. „Ich bin eigentlich kein Impfer, lasse mich auch nicht gegen Grippe impfen“, unterstreicht der Schauspieler. Er war jedoch zur Entscheidung gelangt: „Das Risiko einer Impfung kann ich für mich in Kauf nehmen, damit wir auf diese Art und Weise aus dieser Mühle herauskommen.“ Schmidt selbst hat in vergangener Zeit verstärkt festgestellt, wie wichtig eine Covid-Impfung ist. Angehörige von ihm arbeiten im Gesundheitsbereich und seine Mutter lebt in einer Senioreneinrichtung, schildert Schmidt. Er sieht nach Risikoabwägung in der Impfung den einzigen Weg. In seinem Bekanntenkreis gebe es viele Menschen, die gegen das Impfen sind. „Ich greife sie durch meine Impfung nicht an“, unterstreicht Jörg Peter Schmidt.

Negative Erfahrungen mit Reaktionen

Zweimal machte der 59-Jährige beim Vorzeigen seines Impfnachweises die negative Erfahrung, dass sein Gegenüber auf die Impfung mit einem „Das tut mir leid für sie“ reagierte. „Sie spalten mich ab mit ihrer Aussage. So möchte ich nicht von Ihnen angesprochen werden. So über mich zu urteilen gestehe ich Ihnen nicht zu!“, habe Schmidt seinem Gegenüber geantwortet.

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„Ich kann nur für mich sprechen. Ich halte es für wichtig, sich jetzt impfen zu lassen“, ermahnt er. Der Schauspieler und Regisseur ist auch kein Befürworter einer Zwangsimpfung oder Impfpflicht. Er hofft jedoch, dass Viele, die nachdenken, diese Opferbereitschaft bringen. Am 23. November hätte der Herdwanger einen Termin zur Boosterimpfung gehabt, sagt er. „Nun habe ich mich selbst geboostert.“

Er hofft, dass er seine Ehefrau nicht ansteckt, hält sich getrennt von ihr im Haus auf und trägt eine FFP2-Maske.