Rund 50 Menschen wollten in der Bundschuhhalle mehr über das Projekt „Seniorenanlage Voglerhof“ erfahren. Die Gemeinde Herdwangen-Schönach hatte dazu die Öffentlichkeit sowie Vertreter der Bauunternehmen, des Nachbarschaftshilfevereins und des Pflegedienstes eingeladen.

Aus der Bürgerschaft entstanden

Bürgermeister Ralph Gerster brachte es bei seiner Begrüßung auf den Punkt: „Heute wird es konkret“, und sprach damit den Beginn der Vermarktung der geplanten Wohnungen an. Ähnlich äußerte sich auch Peter Beck von der Vinzenz von Paul gGmbH: „Es war ein weiter Weg – aber jetzt wittern wir schon Morgenluft.“ Anschließend schilderte er nochmals den bisherigen Werdegang der geplanten Seniorenwohnanlage. Dabei verwies er nochmals darauf, dass das jetzige Konzept quasi aus der Bürgerschaft von Herdwangen-Schönach entstanden ist. Zudem lobte er die außerordentliche Unterstützung durch den Gemeinderat. Außerdem sieht er neben dieser ganz wichtigen Einrichtung für den Ort noch einen weiteren Nebeneffekt. Für die zwölf ambulant betreuten Plätze in der Hausgemeinschaft, schätzt er einen Bedarf von 30 Mitarbeitern und damit neuen Arbeitsplätzen.

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Ursprünglich Wohn- und Pflegeheim geplant

Ursprünglich plante die Gemeinde den Bau eines Wohn- und Pflegeheims. Doch in den vergangenen Jahren hat sich die Ausrichtung der Verantwortlichen geändert. Nun wünscht man sich für die späteren Bewohner ein mehr selbstbestimmtes Leben in ihrer gewohnten Umgebung und in einer geschützten Wohngemeinschaft.

Nachbarschaftshilfeverein als Betreiber

Geplant ist nunmehr eine Wohneinheit mit zwölf Wohnplätzen für hilfe- und pflegebedürftige sowie demente Menschen. Diese werden rund um die Uhr von Angehörigen sowie ehrenamtlichen Helfern und Alltagsbegleitern versorgt und betreut. Zusätzlich übernimmt ein ambulanter Pflegedienst die Pflegeaufgaben. Der Nachbarschaftshilfeverein „Miteinander-Füreinander“ ist als Betreiber dieser ambulanten Hausgemeinschaft vorgesehen.

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Des Weiteren sind in diesem ersten Bauabschnitt die Schaffung von 13 Wohnungen, davon zwölf barrierefrei, für Jung und Alt (Mehrgenerationenwohnen und Servicewohnen) geplant. Dabei werden laut Bauträger die Erwerbs-Kosten für die Wohnungen zwischen 233 400 und 389 000 Euro liegen. Zu den Baumaßnahmen zählt zudem eine Tiefgarage sowie Räume für Gewerbetreibende und auch ein Büro des Nachbarschaftsvereins. Die Vergaberichtlinien für den Erwerb der Eigentumswohnungen wurden bereits im Frühjahr vom Gemeinderat festgelegt.

Im zweiten Bauabschnitt folgt eine Begegnungsstätte

Für den zweiten Bauabschnitt ist dann eine Begegnungsstätte der Gemeinde vorgesehen. Hier erwartet sich der Bürgermeister eine zusätzliche Belebung im Ortskern. Die Baugenehmigung erwartet die Gemeinde in Kürze.

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