Wegen der Corona-Pandemie musste der Gemeinderat für seine erste Sitzung seit dem 19. März in einen größeren Raum ausweichen. Und so versammelte sich das Gremium diese Woche in der Ramsberghalle. Wohl dem, der über ein gutes Hörvermögen verfügte. Die sitzungslose Zeit hat der Gemeinderat mit Telefonkonferenzen überbrückt.

Keine Kurzarbeit im Rathaus in Herdwangen

In Herdwangen-Schönach haben sich nach offizieller Kenntnis bislang vier Personen mit dem Coronavirus infiziert. „Unsere Kommune hat es nicht so hart getroffen wie andere, aber das ist kein Anlass, jetzt fahrlässig zu sein“, mahnte Bürgermeister Ralph Gerster.

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„Wir haben noch ein gutes Stück Weg vor uns. Die Kontaktbeschränkungen, Abstands- und Hygieneregeln gelten weiterhin. Doch wir haben die Lage im Griff und sind uns unserer Aufgaben bewusst.“ Viele Anfragen gingen derzeit im Rathaus ein, weil Verunsicherung in Bezug auf die Lockerungen herrsche. Den Rathausbetrieb habe man in den zurückliegenden zwei Monaten weitgehend normal aufrecht erhalten können. „Es gab keine Schichtarbeit, keine Freistellungen und keine Kurzarbeit.“

Ab 25. Mai wieder eingeschränkte Regelbetreuung im Kindergarten

Die Kindergärten wurden am 17. März bis auf die Notbetreuung geschlossen. Am 25. Mai soll die eingeschränkte Regelbetreuung wieder starten. Die Schülerbetreuung der Nachbarschaftshilfe wurde eingestellt. Es ist noch offen, wann sie wieder anläuft. Derzeit befinden sich über 30 Kinder in den drei Kindergärten und den beiden Grundschulen in der Notbetreuung. Der Gemeinde fehlen im April und Mai rund 31 000 Euro an Kindergartengebühren aus dem Kinder- und Märchenland.

Mit Guckkasten- und Regenbogen-Aktionen etwas Bleibendes schaffen

Sowohl die beiden Kindergärten in der Trägerschaft der Gemeinde, als auch der freie Waldorfkindergarten erhalten Geld aus dem Soforthilfepaket des Landes. In der Sitzung wurde beschlossen, den Eltern die Kindergartengebühren für April zu erlassen. Gleiches gilt für Mai, mit Ausnahme der Kinder in der Notbetreuung. Sandra Reddemann regte an, in der Gemeinde über Guckkasten- und Regenbogen-Aktionen hinaus etwas Bleibendes zu schaffen, das auch in Zukunft an die prägende Zeit erinnert.

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