Eine Zwischenbilanz über den Stand von Corona-Infektionen und deren Folgen in der Gemeinde Herdwangen-Schönach zog Bürgermeister Ralph Gerster am Dienstag bei der Sitzung des Gemeinderats. Zuhörer und Presse mussten vor der Sitzung Kontaktdaten hinterlassen, für den Fall, dass sich später eine Corona-Infektion bei einem der Besucher in der Bundschuhhalle herausstellen würde.

17 Bürger befinden sich in Quarantäne

„Derzeit ist in der Gemeinde eine mit dem Virus infizierte Person bekannt. Zwei weitere Infizierte gelten inzwischen wieder als genesen“, schilderte Gerster. Darüber hinaus seien 17 Bürger ausgemacht worden, die sich als Kontaktpersonen im Rahmen eines Infektionsgeschehens in Quarantäne begeben mussten, so der Bürgermeister. Dies habe unter anderem damit zu tun, dass in der Pfullendorfer Realschule ein Schüler positiv auf Corona getestet worden war und deshalb auch Kontaktpersonen in diesem Fall aus der Gemeinde Herdwangen-Schönach stammen.

Das könnte Sie auch interessieren

„Vorletzte Woche hat es in der Gemeinde ein bisschen Aufregung gegeben“, berichtete Ralph Gerster. Es sei herumerzählt worden, dass eine Erzieherin in einem der Kindergärten mit dem Virus infiziert sei. Eine Mutter habe daraufhin sogar ihr Kind aus der Schülerbetreuung nehmen wollen. „Wir hatten bei unseren Erzieherinnen bislang noch nie einen Fall von Corona“, stellte Gerster klar. Das Gerücht sei wohl zustande gekommen, weil ein Kind als Kontaktperson bei einer Infektion in Quarantäne gemusst hatte.

Jede Menge Fragezeichen wegen neuer Corona-Verordnung

Am Wochenende habe die Gemeinde die neue Corona-Verordnung bekommen. Jetzt gelte es, diese umzusetzen. „Es gibt allerdings noch jede Menge Fragezeichen“, betonte Ralph Gerster. Wie die Durchführung einiger Aktivitäten, zum Bespiel von Hallensport, ablaufen könne, müsse erst noch geklärt werden. Auch für Beerdigungen, wie es zuletzt am Montag eine in der Gemeinde gegeben habe, würden neue Vorschriften gelten. „Es müssen Nasen-Mund-Bedeckungen getragen werden und die Teilnehmerzahl ist auf 100 Personen beschränkt“, berichtete der Bürgermeister. In der Kirche müssten die nötigen Abstände eingehalten werden.

Bauarbeiten für Dorfplatz sollen im November beginnen

Keine Auswirkungen dürfte die Corona-Lage auf den Beginn der Bauarbeiten zur Umgestaltung des Dorfplatzes in Aftholderberg haben. „Die Arbeiten sollen wie geplant Mitte November beginnen“, sagte Gerster. Man werde so lange tätig sein, wie das Wetter es zulasse und dann im Frühjahr die Arbeiten fortsetzen. Der Zugang zum Kindergarten soll während des Baustellenbetriebs stets gewährleistet sein, versicherte der Bürgermeister.

Unser bestes Angebot ist wieder da: die Digitale Zeitung + das neuste iPad für 0 €