Herdwangen-Schönach – Im Zusammenhang mit dem integrierten Entwicklungskonzept Herdwangen-Schönach 2030 wird am Freitag, 8. Juli, um 19 Uhr in der Ramsberghalle in Großschönach eine weitere Bürgerwerkstatt veranstaltet. Dabei stehen die Projekte Dorf- und Spielplätze sowie Tonpark im Mittelpunkt. Auf Basis der Ergebnisse aus den Bürgerwerkstätten im Mai 2015 hatte der Gemeinderat in Kooperation mit dem Planungsbüro Senner eine Prioritätenliste zusammengestellt. Bei der jüngsten Gemeinderatssitzung stellten Tina Hekeler und Tim Kaysers von Planstatt Senner die Planungen vor, die bei der Bürgerbeteiligung als Diskussionsgrundlage dienen sollen.

Was das Gesamtkonzept "Plätze" betrifft, sind immer wiederkehrende Farben und Materialien sowie Landschaftsfenster als ortsteilverbindende Elemente angedacht. Inspiriert von der Burg Ramsberg im Wappen der Gemeinde könnte die Farbe Rot zum Beispiel bei Sitzbänken und Mülleimern sowie in Form von rötlichen Pflastersteinen zitiert werden. Konkret stellten Hekeler und Kaysers ihre Ideen zum Kapellenvorplatz in Oberndorf vor, zum geplanten Platz unterhalb des Wohngebiets "Mittlere Letten" sowie zur Dorfmitte in Großschönach. Bei den Überlegungen zur Gestaltung der Dorfmitte wurden der Spielplatz beim Schulhof und der Parkplatz hinter der Ramsberghalle einbezogen. Auch der in die Jahre gekommene Tonpark ist in die Planung aufgenommen.

"Der Barfußweg sollte erneuert und der Holzbohlenweg saniert werden. Eine Seilbahn oder ein Turm wären Möglichkeiten, den Tonpark attraktiver zu machen", erklärte Kaysers. Ein Vogelbeobachtungsstand am Teich, Hängematten als Rückzugsräume und ein Amphitheater sind weitere Ideen, die Planstatt Senner zum Tonpark präsentierte. Manches ging den Räten zu weit, vor allem die Kosten-Zusammenstellung rief Reaktionen hervor. Die Projekte Kapellenvorplatz, Dorfmitte, Tonpark und Platz "Mittlere Letten" verursachen Kosten in Höhe von 417 500 Euro, wenn alle Punkte realisiert würden. "Da kann ich schier nicht mehr schlafen", sagte Manfred Demmer. Auch Gislar Klaiber hält die Kosten für zu hoch. "Man darf es nicht übertreiben. Treffen wir uns in der Dorfmitte von Großschönach, die ist doch schön gerichtet und intakt. Wozu einen Baum pflanzen, der passt doch gar nicht hin und wir haben im Herbst einen Brunnen voller Laub. Neu ist mir die Umgestaltung des Parkplatzes, da war doch nie die Rede davon. Es war nur der Spielplatz ein Thema."

Bürgermeister Ralph Gerster wies darauf hin, dass es sich um eine Diskussionsgrundlage handle. Und da Spielplätze allein nicht gefördert werden, sei ein Gesamtkonzept ausgearbeitet worden, das auch die Dorfmitte, den Parkplatz und den Bereich am Schwesternhaus berücksichtige. Was die Kosten betreffe, könne die Gemeinde mit einem Fördersatz von 40 bis 45 Prozent rechnen.

Entwicklungsprogramm

Herdwangen-Schönach hatte sich 2015 als Schwerpunktgemeinde im Entwicklungsprogramm Ländlicher Raum (ELR) beworben und wurde im Wettbewerbsverfahren ausgewählt. Als Schwerpunktgemeinde kommt die Kommune über einen Zeitraum von insgesamt fünf Jahren in den Genuss eines Fördervorrangs sowie eines erhöhten Fördersatzes. Das von Planstatt Senner ausgearbeitete "integrierte Entwicklungskonzept" ist als Handlungsleitfaden für die nächsten Jahre und Jahrzehnte zu verstehen. (kaj)

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