Auf die Zuschauer am Straßenrand schneite es kiloweise Konfetti. Die gerade mal zehn Monate alte Mariella aus Großschönach erlebte warm verpackt in ihrem Kinderwagen bereits den zweiten Fasnachtsumzug ihres Lebens. Auch ihre Schwester Finja (4) war dabei und freute sich über die Süßigkeiten. Erwachsenen wurden dann mit einem Guetsle belohnt, wenn sie den Narrenruf erwidern konnte. Doch was antwortet man bloß auf "Schnä"?

Wer zu Umzugsbeginn einen Bändel in Form einer Krawatte zum Umhängen erworben hatte, war gut bedient. So wusste man auf einen Blick, wer da vor einem stand und dass auf ein "Schnä" ein "Mu" folgt. Bis auch die letzte der 51 Gruppen am Ziel beim Rathaus angekommen war, hatte sich die Sonne verabschiedet und in der Bundschuhhalle und drumherum herrschte buntes Narrentreiben. "Wir sind froh, dass uns der Sportverein unterstützt und hinter der Halle das große Zelt aufgestellt hat, ohne das hätten wir ein so großes Treffen nicht organisieren können", freute sich Rainer Neidhart, der ankündigte, dass es für ihn das letzte Jubiläum als Vorstandsmitglied gewesen sei.
 

Während die Sportler im Zelt bewirteten, waren die Eselohren mit 120 Helfern in der Halle im Einsatz. Am Vorabend hatten die Hedos vom Musikverein Herdwangen zum Guggenmusiktreffen eingeladen. "Das war ein richtig schöner Abend, bei dem alle Spaß hatten. Perfekt", zog MV-Vorsitzender Rainer Brehm Bilanz.