Siebte Tischmesse

„Der Gewerbeverein Herdwangen-Schönach hat sich zum erklärten Ziel gesetzt, mit Hilfe von Aktionen, gemeinsamen Werbeplattformen und anderen Projekten die Umsätze der einzelnen Unternehmen zu steigern“, formuliert der Verein in seinen Leitlinien. Eine höchst erfolgreiche Aktion ist die „Tischmesse“, deren siebte Auflage am kommenden Sonntag, 23. Juni, 11 bis 17 Uhr, in der Bundschuhhalle in Herdwangen stattfindet. „In diesem Jahr haben wir mit 32 Ausstellern einen neuen Rekord“, freut Wolfgang Neuburger, Mitglied des vierköpfigen Vorstandsteams, im SÜDKURIER-Gespräch. Nach dem letztjährigen Erfolg habe man Überlegungen, die Tischmesse im zweijährigen Rhythmus zu veranstalten, vorerst aufgegeben. Viele hundert Besucher waren von der Unternehmensvielfalt und dem Leistungsangebot ihrer heimischen Betriebe sehr angetan.

Energie ist ein wichtiges Thema

„Energie ist ein wichtiges Thema, und deshalb gibt es mehrere Vorträge über Photovoltaik, Heizung, Aqua und Solar“, weist Wolfgang Neuburger auf die vier Vorträge hin, die um 13, 14, 14.45 und 15.30 Uhr stattfinden. Dabei wird sich auch der Bodensee-Linzgautourismusverband vorstellen, macht der HSG-Vorsitzende deutlich, dass die auswärtigen Gäste auch für das heimische Gewerbe sehr wichtig sind. In zwei weiteren Vorträgen geht es um Patientenverfügung und Vorsorgevollmacht. Zeitgleich organisiert der Herdwanger SV wieder einen Familiensonntag, bei dem auf Kinder, Jugendliche, Eltern und Ältere ein breites Angebot wartet. „Es ist für jeden etwas geboten. Spiel, Spaß und kleine sportliche Herausforderungen für das Familien-Team“, verspricht der HSG-Vertreter.

Neue Dienstleister

Stolz ist der Verein, dass sich die Zahl seiner Mitglieder stetig erhöht. Aktuell sind 42 Firmen bei der HSG dabei. Neuburger und sein Vorstandsteam freuen sich auch, dass es in der Gemeinde etliche Neugründungen von Dienstleistern gibt, beispielsweise im Gesundheitsbereich. Deutlich macht der Inhaber des gleichnamigen Küchenstudios, der auch Fenster- und Schreinerarbeiten ausführt, dass auch die heimischen Betriebe immer mehr Probleme bei der Gewinnung von Facharbeitern und Auszubildenden haben. Neuburger, der in seinem Betrieb zehn Mitarbeiter beschäftigt, fordert deshalb mehr Unterstützung durch die Bundesregierung.

Fachkräftemangel und fehlender Nachwuchs

So müssten die Angebote der Agentur für Arbeit für die Region passen. Es bringe doch nichts, wenn er Bewerbungen aus Berlin oder Hamburg bekomme. „Kann das Sinn machen?“, bezweifelt der Handwerker absolut, dass solche Bewerber den Weg nach Herdwangen finden beziehungsweise bleiben. Angesichts der vollen Auftragsbücher sieht Wolfgang Neuburger derzeit nur eine Lösung – die Beschäftigung von ausländischen Arbeitskräften, vor allem aus Osteuropa. Er verweist auf viele Bauunternehmen, die immer häufiger osteuropäische Subunternehmen zur Auftragsabwicklung verpflichten.

„Dreierlei“ soll fortgesetzt werden

Eine weitere erfolgreiche Veranstaltung, die Gesprächsreihe „Dreierlei“ will der Gewerbeverein Herdwangen-Schönach fortsetzen, wobei derzeit noch Gespräche mit den Partnern aus Owingen und Hohenfels laufen. Denn die Veranstaltung wird im Jahresrhythmus abwechselnd von den beteiligten Wirtschaftsverbänden organisiert.