Ihren bewährten Doppelschlag mit Kinderferienprogramm und öffentlichem Reservistenbiwak absolvierten die Mannen der Reservistenkameradschaft Oberer Linzgau. Los ging´s mit den Ferienkindern der Gemeinde. So sammelte Bernd „McKeun“ seine kleinen Highlander zu Hochlandspielen nach schottischer Art im Schönacher Tonpark. Fast ein Dutzend Kinder beteiligten sich an den „High-Linz-Games“ der Hoch-Linzgauer und durften sich in Disziplinen wie Baumstamm-Slalom, Zielwerfen und Bogenschießen beweisen.

Action in Paddelbooten

Viel Spaß hatten die Kinder beim Kampf um Nessi im Tonparkweiher.
Viel Spaß hatten die Kinder beim Kampf um Nessi im Tonparkweiher. | Bild: Frieder Kammerer

Als aktionlastigen Höhepunkt durften sich die beiden Clans der „McLords“ und der „O´Connors“ dann auf Paddelbooten im tiefen „Linz-Ness“ messen, wo es galt, eine rosa Schwimm-Nessi gegen die andere Gruppe zu erobern und in den sicheren Hafen zu bringen. „Dass da im Tonparkweiher kein Kämpfer und kein Auge trocken blieb, dürfte jedem klar sein, der die Reservisten kennt“, freut sich Frieder Kammerer, stellvertretender Reservistenchef, dass es Kindern und Erwachsenen gleichermaßen Spaß machte.

Originale Feldküche

Am nächsten Tag wurde die originale Feldküche von Karlheinz Nägele am Rastplatz Forstholz befeuert und beschickt, und es galt für alle zuvor, Kartoffeln, Fleisch und Karotten kleinzuschnippeln. Als Feldküchenmeister fungierten Thomas Bockewitz und Peter Haug, und mit vereinten Kräften rauchte die Feldküche und bald duftete es bald verführerisch nach Erbseneintopf.

150 Besucher beim Feldgottesdienst

Pfarrer Meinrad Huber beim gut besuchten Feldgottesdienst.
Pfarrer Meinrad Huber beim gut besuchten Feldgottesdienst. | Bild: Frieder Kammerer

Den Feldgottesdienst unter freiem Himmel zelebrierte Reservisten-Pfarrer Meinrad Huber. Er lenkte den Blick auf das aus kirchlicher Sicht vorbildliche Engagement der Oberer-Linzgau-Reservisten für zwei Grabstellen in der Region, für die sie die Patenschaft übernommen haben und, speziell im Fall des Haeften-Grabes in Schönach, sogar mit jährlichen Aktionen das Andenken gerade an den Stauffenberg-Putsch wachhalten.

Vorführung der Rettungshundestaffel

Nach dem Mittagessen präsentierte sich dann die DRK-Rettungshundestaffel aus Sigmaringen den Reservisten und ihren Gästen. Deren Leiter Joshua Fangauer wusste die Vorführungen der Einzel-Teams Desiree Schäfer mit Idefix, Theresa Witt mit Luna und Michael Bastius mit Janto fachkundig zu erläutern, noch eine Such-Vorführung im angrenzenden Wald absolvierten. Jantos eifriges Bellen zeigte den neugierigen Zuschauern bald an, dass er den versteckten Pfarrer Huber schnell gefunden hatte.

Bindeglied mit der Bevölkerung

Die Reservistenkameradschaft Oberer Linzgau hat in den vergangenen Jahren einen starken aktiven Kern ehemaliger Soldaten aufgebaut und deckt den ganzen Bereich freiwilliger Reservistenarbeit ab: Neben der Teilnahme an Reservistenwettkämpfen sind dies für die Oberen Linzgauer im speziellen die Ausrichtung von Ausbildungseinheiten für den Kreisverband wie zum Beispiel eine fordernde Nacht-Jagdkampfübung im Februar oder eine kombinierte Übung mit Nachtschießen und Häuserkampf auf dem Pfullendorfer Übungsplatz, die für September angesetzt ist. Desweiteren steht als eigene Übung auch der Linzgau-Cross wieder an. „Als Bindeglied zwischen der Bundeswehr und der Bevölkerung sind die Reservisten heute gefragt, militärische Belange in die Öffentlichkeit zu tragen, gegenseitiges Verständnis zu wecken und die Armee weiter in der öffentlichen Wahrnehmung verankert zu halten“, ist Frieder Kammerer überzeugt. Jährliche Ehrendienste an den Feiern zum Volkstrauertag oder bei Beerdigungen, erhöhen die Akzeptanz. Ansprechpartner ist Vorsitzender Roland Pudimat aus Aftholderberg unter roland.pudimat@t-online.de.