In gut 180 Tagen ist es soweit: Das zweite „Eine Liebe-Festival“ kann seinen Lauf nehmen. An Pfingsten, genauer gesagt vom 7. bis 10. Juni wird am Hüttenbühl bei Herdwangen wieder gefeiert. In der Gemeinderatssitzung am vergangenen Dienstag sprach sich das Gremium bei einer Gegenstimme mehrheitlich dafür aus, die Veranstaltung auch 2019 auf der Gemarkung der Gemeinde zu erlauben. Heute startet der Ticketverkauf. Zu einer Kollision mit dem Sphinxtfest in Heggelbach, das nächstes Jahr aufgrund einer größeren Baustelle im Bereich der Hofkäserei um ein Jahr verschoben wird, kommt es nicht. „2020 werden wir uns dann ein anderes Wochenende suchen“, sagte Johannes Knott vom veranstaltenden „Kartell der Liebe“ aus Krauchenwies-Göggingen.

Gelungene Premiere

Die Premiere vor einem Jahr war schon im Februar ausverkauft und verlief zur vollsten Zufriedenheit aller Beteiligten. 1500 überwiegend junge Leute waren auf das Wald-und-Wiesen-Grundstück gekommen, um zu Hip-Hop, Rap, Elektro- und Rockmusik zu tanzen. Knott gab in der Sitzung einen kurzen Rückblick: „Es war grandios, das Festival verlief erfolgreich und friedlich, es gab keine Vorfälle und keine Gewalt. Wir haben uns über die vielen wohlwollenden Besucher gefreut.“ Auch der Zuspruch und die Unterstützung seitens der Landwirte hatte bei den Organisatoren für Freude gesorgt. Hervorgegangen war „Eine Liebe“ aus dem Gögginger „No Stress Festival“ und auf der Suche nach einem neuen Veranstaltungsort landete man in Herdwangen. 90 ehrenamtliche Helfer waren bei dem nicht-gewinnorientierten Festival im Einsatz. Gemeinsam mit der Polizei, der Feuerwehr, dem Sanitätsdienst, der Gemeinde und dem Landratsamt war eine Hausordnung und ein Sicherheitskonzept erarbeitet worden. Als nächstes soll das Überlinger Planungsbüro 360 ein Artenschutz-Gutachten erstellen, wie Johannes Knott den Räten mitteilte.

Dickes Lob für Veranstalter

Das Feedback im Gemeinderat fiel positiv aus. „Das Festival ist eine Bereicherung für die Gemeinde, es war genial organisiert und hatte Hand und Fuß“, sagte Peter Atzenhofer. Konrad Jäger pflichtete seinem Kollegen bei: „Eine Supersache, mir hat es sehr gut gefallen.“ Auch Bürgermeister Ralph Gerster sprach den Veranstaltern ein dickes Lob aus. Auf dem Rathaus sei nur eine Beschwerde wegen Lärm beziehungsweise Müllablagerung eingegangen. Zudem hätten die Veranstalter ganz klar kommuniziert, dass man illegale Drogen nicht toleriere und sich an die Fair-Fest-Regeln halte. Sollten die Veranstalter je in Verstöße gegen das Betäubungsmittelgesetz verwickelt sein, wäre dies ein K.o.-Kriterium für das Festival, so Gerster.

Es bleibt bei 1500 Tickets

Am Konzept, nicht mehr als 1500 Tickets zu verkaufen und keine Besucher unter 16 Jahren auf das Gelände zu lassen, halten die Veranstalter fest. „Es soll familiär und überschaubar bleiben. Wir wollen nicht expandieren“, so Knott. Die „No Stress“-Ära sei nicht zuletzt deshalb zu Ende gegangen, weil das Festival immer größer geworden war.