Die Bundschuhhalle war am Samstagabend beim Jahreskonzert des Musikvereins Herdwangen voll besetzt. „Diese rappelvolle Bundschuhhalle – das ist überwältigend“, freute sich der Vorsitzende des Musikvereins Herdwangen, Rainer Brehm, bei seiner Begrüßung. Und nicht nur die Zuschauerplätze waren besetzt. Auch auf der Bühne war das Jugendorchester Alhegro, gestärkt durch viele Neuzugänge, bestens vertreten.

Dominik Hönig dirigiert zum letzten Male das Jugendorchester Alhegro. Christoph Nufer wird sein Nachfolger.
Dominik Hönig dirigiert zum letzten Male das Jugendorchester Alhegro. Christoph Nufer wird sein Nachfolger. | Bild: Robert Reschke

Und mit ihrem ersten Stück „Intrada“ gaben sie sogleich auch einen passenden Eindruck von der Eröffnung eines Festivals. Danach wurde es bunt mit einem Medley von gefühlvollen Balladen sowie rockigen und swingenden Passagen. Marina Buhl sowie Laura Renninger, bei ihrem Debüt als Ansagerinnen, forderten zudem das Publikum zum Mitsingen und Mitgrooven auf. Mit „Baba Yetu“, einem gesungenen „Vaterunser“, durften sich die Nachwuchsmusiker allerdings noch nicht verabschieden.

Dominik Hönig.
Dominik Hönig. | Bild: Robert Reschke

Die eingeforderte Zugabe wurde auch für Christoph Nufer zum Debüt. Denn er übernahm zum ersten Mal den Dirigentenstab vor dem Jugendorchester. Er wird zukünftig in die Fußstapfen seines Vorgängers Dominik Hönig treten, der seine Dirigententätigkeit aus beruflichen Gründen zurückstellt. Aber auch er durfte ohne ein Abschiedslied seines Orchesters den Platz nicht räumen.

Dominik Hönig aus Owingen-Wälde beendet seine Dirigententätigkeit bei der Jugendkapelle Herdwangen nach zehn Jahren. Insgesamt ist er seit 15 Jahren beim Musikverein dabei.

Danach wurde allerdings doch für den Auftritt des aktiven Orchesters die Bühne umgebaut. Mit Paukenschlägen eröffnete dann das Orchester seinen abwechslungsreichen Auftritt mit dem Stück „Castrum Alemorum“. Ihm folgte mit „God‘s Country“ ein anspruchsvolles Stück mit emotional aufgeladenen Melodien.

Frisch restaurierte Fahne

Dermaßen emotional eingestimmt war dies die passende Gelegenheit, um langjährige Mitglieder zu ehren. Zu den Ehrungen wurde dann auch die frisch restaurierte Fahne in die Halle getragen. Mehr als ein Jahr haben die Arbeiten an dem lieb gewordenen Stück gedauert und rund 7000 Euro an Kosten verschlungen.

„Die Fahne ist ein Symbol für unsere Gemeinschaft“, betonte der Vorsitzende des Musikvereins. Da kam dann die Überreichung eines Schecks über 500 Euro gerade recht. Lothar Riebsamen übernahm im Namen der Bürgerstiftung die Übergabe mit den Worten: „Ein großes Kompliment, es hat sich gelohnt, die Fahne zu restaurieren.“

Rainer Brehm (von links) mit Dominik Hönig, Fridolin Keller, Herbert Knoll, Melanie Siber, Lea Atzenhofer, Annkathrin Baumgart und Elena Kellenberger.
Rainer Brehm (von links) mit Dominik Hönig, Fridolin Keller, Herbert Knoll, Melanie Siber, Lea Atzenhofer, Annkathrin Baumgart und Elena Kellenberger. | Bild: Robert Reschke

Mit „Around the Whiskey Jar“, einem Medley bekannter irischer Melodien, endete dann das rund dreistündige Programm. Die Zugabe mit „Music“ brachte dann nach den eher klassischen Titeln noch einmal moderne Klänge in die Halle.

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Traditionell schloss sich der gemeinsame Auftritt der Jugendkapelle mit den Aktiven an. Dirigiert von Barbara Knott gaben die Musiker mit dem Titel „White Christmas“ einen besinnlichen Abschied in die anbrechende Adventszeit.